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Erkältung & Co. – Teil 5: Schutz vor Grippe

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Alljährlich im Winter hat sie Hochsaison – die Grippe (Influenza). Influenzaviren sind hoch ansteckend und werden häufig unterschätzt. Experten raten zu einer Grippeschutzimpfung, im Volksmund meist Grippeimpfung genannt. Sie ist die einzig nachgewiesene effektive Maßnahme, die einer Grippe vorbeugen kann.

Immunsystem stärken

Mit der Impfung gelingt es, bis zu 90 Prozent der Geimpften vor einer Erkrankung zu schützen. Bei älteren Menschen ist die Schutzrate geringer. Die Grippeimpfung hilft jedoch zumindest dabei, einen milden, komplikationslosen Verlauf der Influenza zu erreichen. Wichtig ist, dass eine Impfung gegen die Influenza auch die Gefahr für schwerwiegende Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung verringert. Da sich jedes Jahr andere Grippeviren verbreiten, ist es nicht möglich, den Schutz einer Grippeimpfung über mehrere Jahre hinweg aufrecht zu erhalten, wie es bei einigen anderen Schutzimpfungen der Fall ist. Daher ist es nötig, die Grippeimpfung jedes Jahr zu wiederholen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Für folgende Personengruppen ist es ratsam, sich gegen Grippe impfen zu lassen:

  • Personen über 60 Jahre
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (zweites Trimenon), bei erhöhter Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung ab dem ersten Trimenon
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Immunschwäche, HIV-Infektion, chronischen neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose
  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches und pflegendes Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr)
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln haben
  • alle, wenn eine Grippe-Epidemie droht

Durchführung

Die Grippeimpfung sollten Sie vorzugsweise im Oktober oder November durchführen lassen. Nach der Impfung benötigt das Immunsystem rund 14 Tage, um einen vollständigen Schutz aufzubauen. Wer unter einer akuten fieberhaften Erkrankung leidet, sollte mit der Grippeimpfung bis zwei Wochen nach der Genesung warten.

Nebenwirkungen

Bei der Grippeimpfung beschränken sich die Nebenwirkungen überwiegend auf harmlose, vorübergehende Erscheinungen wie Rötungen, Schwellungen, Fieber und Störungen des Allgemeinbefindens.

Selten treten schwerere Reaktionen auf. Allergisch bedingte Nebenwirkungen können bei jeder Impfung auftreten. Für Menschen mit einer Hühnereiweiß-Allergie kann die Grippeimpfung lebensgefährlich sein, daher sollten sie vorab mit dem Arzt darüber sprechen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Grippeimpfung während der Schwangerschaft gefährlich ist. Da es sich um einen Totimpfstoff handelt, gilt eine Impfung für Schwangere als unbedenklich. Durch die Impfung kann nicht nur die Schwangere, sondern auch das Neugeborene geschützt werden.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Erkältung & Co. Wissenswertes zum Thema Husten.

Quellen:

Epidemiologisches Bulletin 30/2010: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (Stand: 02.08.2010)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2010)

RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten: Influenza. Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: 21.12.2009)

Informationen der Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI): Influenza – Was bedeutet das für Arzt und Patient? (Stand: 04.09.2007)

Hahn, J.M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2007

Lehnert, H., Werdan, K.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2006

Schaberg, T.: Grippeschutzimpfung. Abstract, Robert Koch-Institut, Online-Publikation (12.09.2006)

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