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Erkältung & Co. – Teil 4: GrippeAutor: Onmeda-Redaktion ÜberblickDie Grippe (Influenza) ist eine im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung, die sehr unterschiedlich verlaufen kann. Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die echte Grippe sehr plötzlich, meistens ohne Vorzeichen. Plötzliches hohes Fieber mit Temperaturen bis zu 41 Grad Celsius gehört zu den ersten Anzeichen zusammen mit Schnupfen und einer Rachenentzündung, häufig begleitet von Schüttelfrost und Schweißausbrüchen. Zusätzlich treten schwere Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Appetitlosigkeit auf. Eine Grippe sollte so früh wie möglich behandelt werden. Was tun bei Grippe?Bei leichten Grippeverläufen reicht es aus, nur die Beschwerden zu behandeln. Hier helfen allgemeine Maßnahmen ("Hausmittel") sowie schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS)-haltige Präparate. Bei Kindern mit viralen Infekten dürfen jedoch keinesfalls Salicylate (ASS o.Ä.) gegeben werden, da die Gefahr eines Reye-Syndroms besteht. Das Reye-Syndrom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, in deren Verlauf es zu diffusen Hirn- und Leberschäden kommt. Medikamentöse TherapieBei schwereren Verläufen ist eine Therapie mit speziellen Virostatika (z.B. Neuraminidasehemmern) erforderlich. Neuraminidasehemmer blockieren die Wirkung des Enzyms Neuraminidase, welches für die Freisetzung neuer Viruspartikel aus infizierten Schleimhautzellen verantwortlich ist. Wirksam sind sie gegen die Influenza Typen A und B, nicht jedoch gegen Typ C. Gegenwärtig stehen die Wirkstoffe Zanamivir und Oseltamivir zur Verfügung. Ein älteres Grippemittel ist der Wirkstoff Amantadin, das zu den zyklischen Aminen gehört und nur für die Behandlung von Influenza-A-Virusinfektionen geeignet ist. Allerdings ist das Präparat mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden (z.B. Durchfall, Depression, epileptische Anfälle). Allgemeine EmpfehlungenZusätzlich zur medikamentösen Therapie sollte man dringend einige Tage Bettruhe einhalten und sich auch im Anschluss körperlich schonen. Inhalieren mit Kamille- oder Salzlösungen ist gut für die Atemwege, Gurgeln und heiße Getränke lindern eine mögliche Rachenentzündung. Bei Entzündungen und insbesondere Fieber muss darauf geachtet werden, dass der Erkrankte ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Pro Tag sollten mindestens zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee, Früchtetee oder Fruchtsaftschorle getrunken und auf Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee verzichtet werden. Lesen Sie im nächsten Teil der Serie Erkältung & Co. Wissenswertes zum Thema Grippeimpfung. Quellen:Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2007 Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 24.02.2006) Hof, H., Dörries, R.: Medizinische Mikrobiologie. Thieme, Stuttgart 2005 Zucs. P. et al.: Influenza associated excess mortality in Germany, 1985-2001. Emerging Themes in Epidemiology 2005, 2:6 (Stand: 21.06.2005) Arznei-Telegramm 7/2005, 62: Welchen Nutzen haben Neuraminidase-Hemmer bei einer Grippe-Pandemie? Institut für Arzneimittelinformation, Berlin. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Empfehlungen zur Therapie akuter Atemwegsinfektionen (einschließlich HNO-Bereich). AVP-Sonderheft Therapieempfehlungen, 2. Aufl. 06/2002 Alexander, K. et al.: Thiemes Innere Medizin, Stuttgart 1999 Halten Sie sich auf dem Laufenden: Abonnieren Sie jetzt unsere Gesundheits-Tipps – täglich neu im RSS-Feed. Das könnte Sie auch interessieren
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