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Alternativ heilen – Teil 8: Ayurveda

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Ayurveda ist aus Indien stammendes Heilsystem. Der Begriff "Ayurveda" geht dabei auf die altindische Gelehrtensprache zurück und bedeutet "Wissenschaft vom Leben". Grundlegendes Ziel dieses Heilverfahrens ist es, einen idealen Zustand von Körper und Geist herzustellen. Die ayurvedische Medizin wird zur Vorbeugung und Frühbehandlung von Befindlichkeitsstörungen und funktionellen Beschwerden eingesetzt.

Das Bild zeigt, wie eine Person einer anderen den Bauch massiert.

In Indien ist die ayurvedische Medizin anerkannt und stellt ein eigenes Teilgebiet neben der Schulmedizin dar. In Deutschland üben viele Ärzte, aber auch Nicht-Mediziner, Ayurveda aus. Wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit der ayurvedischen Heilverfahren liegen allerdings bisher noch nicht vor – ein Grund, weshalb Ayurveda als alleiniges Behandlungskonzept bei Krankheiten aus westlicher Sicht als nicht geeignet angesehen wird.

Grundlagen – das Zusammenspiel der Doshas

Nach altindischer Vorstellung wurden in einer Art Schöpfungsakt aus reinem ungeteiltem Bewusstsein die fünf Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde "geboren". Jedes dieser Elemente stellt verschiedene Arten von Kraft und Energie dar. Sie sind Symbole für körperliche Erscheinungsformen und Eigenschaften, aus denen auch der menschliche Körper besteht. Bestimmte Entsprechungen in der Sinneswelt und im Körperbau werden ihnen zugeordnet. Ihre Zusammengehörigkeit beschreiben die drei Doshas, Regulationssysteme des menschlichen Körpers.

Nach ayurvedischer Vorstellung ist jedem Menschen eine Konstitution eigen, die sich aus einer individuellen, nur für ihn typischen Zusammensetzung aus den drei Doshas ergibt. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, entstehen Unwohlsein und Krankheit.

Behandlung – die Doshas wieder ins Gleichgewicht bringen

Ein ayurvedischer Arzt beurteilt den Menschen grundsätzlich ganzheitlich: Er betrachtet seinen Körper, Geist und Seele und bestimmt in einem persönlichen Gespräch seinen Dosha-Typen anhand des Erscheinungsbilds und seinen Schilderungen. Zusätzlich führt er einige körperliche Untersuchungen wie Puls- und Zungendiagnostik durch.

Ziel der Behandlung ist es, das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Doshas wieder herzustellen. Dazu müssen meist die Ernährungsgewohnheiten umgestellt sowie pflanzliche Mittel verabreicht werden. Hinzu können Reinigungsprozeduren kommen, die schädliche "Säfte" des dominanten Doshas entfernen sollen. Formen der Reinigung sind zum Beispiel Einläufe, Erbrechen, Ölmassagen oder Aderlass.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Chirotherapie für gesunde Gelenke?. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Alternativ heilen.

Quellen:

Federspiel, F., Herbst, V. : Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005

Augustin, M., Schmiedel, V.,: Leitfaden Naturheilkunde. Urban & Fischer, München 2003

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