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Alternativ heilen – Teil 24:

Autor: Onmeda-Redaktion

Osteopathie

Die Osteopathie geht davon aus, dass alle Strukturen des Körpers sich gegenseitig beeinflussen. Demnach können Probleme in einem Organ auch in anderen Körperregionen Beschwerden hervorrufen.

Das Bild zeigt, wie eine Person einer anderen den Bauch massiert.

Fehlregulierte Gewebestrukturen

Eine osteopathische Behandlung erfolgt, wenn Fehlregulationen zusammengehöriger Gewebestrukturen diagnostiziert wurden. Anschließend wird eine der verschiedenen Osteopathie-Techniken angewendet.

Man unterscheidet dabei zwischen indirekten, direkten, kombinierten, aktiven und passiven Techniken. Ziel aller Behandlungen ist es, Fehlstellungen zu korrigieren, ohne das Gewebe zu gefährden. Durch Druck, Hebelwirkung und Entspannung sollen die normalen Funktionen stimuliert werden. Dabei werden auch Körperregionen behandelt, in denen keine Symptome vorliegen. Die Dauer einer Anwendung kann variierent, sie liegt meist zwischen 15 und 60 Minuten.

Der Mensch als Einheit

Die Osteopathie beruht auf der Annahme, dass alle Körperstrukturen ihrem eigenen Rhythmus unterliegen und sich gegenseitig beeinflussen. Bestimmte Griffe sollen sich sowohl auf Muskeln als auch auf den Blutdruck und den Lymphfluss positiv auswirken. Die Anwendung soll das Wohlbefinden steigern.

Die Osteopathie kennt drei Therapie-Bereiche:

  • Parietales System: Halte- und Stützapparat
  • Viszerales System: Organe
  • Cranio-sacrales System: Schädelknochen, Wirbelsäulenbereich, Kreuzbein

Aufgrund ihrer funktionellen und anatomischen Gemeinsamkeiten werden diese drei Bereiche in der Osteopathie gemeinsam betrachtet. Durch sie existieren unterschiedliche therapeutische Verfahren zur Behandlung einer Krankheit.

Wann anwenden?

Die Osteopathie wird hauptsächlich zur Behandlung von Rückenschmerzen und bei Problemen des Bewegungsapparats angewendet. Bei Kindern wird die Osteopathie bei Koliken, Wirbelsäulenverkrümmung, Verhaltensstörungen und Teilleistungsstörungen eingesetzt. Bei Tumoren, Knochenveränderungen und anderen Strukturveränderungen des Halteapparats sollte keine Osteopathie erfolgen.

Risiken und Komplikationen

Die Gefahren einer osteopathischen Behandlung sind gering. In seltenen Fällen treten lokale Beschwerden, Bandscheibenschäden oder Nervenlähmungen auf oder bestehende Leiden verschlimmern sich.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Magnetfeldtherapie. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Alternativ heilen.

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2008)

Federspiel, F., Herbst, V. : Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005

Augustin, M., Schmiedel, V.: Leitfaden Naturheilkunde. Urban & Fischer, München 2003

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