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Alternativ heilen – Teil 14: Phytotherapie

Autor: Onmeda-Redaktion

Überblick

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) hat zum Ziel, Beschwerden mit Pflanzenwirkstoffen zu behandeln. Die Pflanzen kommen als Frischpflanzen, sogenannte Drogen oder Extrakte zum Einsatz, die auch zu Tees, Kapseln, Tropfen oder Salben weiterverarbeitet werden können.

Echinacea purpurea

Bei der Wirksamkeit gibt es sowohl bei den einzelnen Pflanzen als auch bei den Präparaten große Unterschiede.

Grundlagen

Die Phytotherapie ist, wie die Homöopathie, eine spezielle Therapierichtung, die neben naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäben auch vorhandenes Erfahrungsmaterial heranzieht. Man unterscheidet die rationale oder allopathische Phytotherapie, die auf der naturwissenschaftlich begründeten Medizin basiert, von der traditionellen Phytotherapie, die sich aus der Volksheilkunde entwickelt hat. Die rationale Phytotherapie erhebt den Anspruch, ursächlich und symptomatisch der Krankheit entgegenzuwirken, während die traditionelle Phytotherapie sich auf überlieferte Erfahrungen stützt.

Anders als in der Homöopathie lässt sich die Wirkungsweise solcher Phytopharmaka innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbilds erklären. Ein wichtiger Unterschied diesbezüglich ist die Dosis-Wirkungsbeziehung: Je höher in der Phytotherapie die Dosis, desto stärker ist auch die Wirkung, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhält.

Anwendungsgebiete

Die Phytotherapie wird besonders bei Befindlichkeitsstörungen wie nervöser Unruhe und Einschlafproblemen sowie bei Erkältungen, Magenproblemen und leichten Herz-Kreislauf-Problemen eingesetzt.

Bei ernsten Erkrankungen sollte man jedoch den Rat eines Arztes einholen, denn nicht alle pflanzlichen Präparate sind ohne Nebenwirkungen. Vor einem unsachgemäßen Gebrauch von Heilpflanzen ist dringend zu warnen.

Teedrogen, die keine stark wirkenden Inhaltsstoffe aufweisen, eignen sich auch zur Selbstmedikation bei leichten Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen. Arzneitees sind in fertigen Teemischungen frei erhältlich.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Cranio-sacral-Therapie. Vergangene Tipps dieser Themenserie finden Sie hier: Alternativ heilen.

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2010)

Wenigmann, Margret: Phytotherapie. Urban & Fischer, München 1999

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