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Alternativ heilen – Teil 1:

Autor: Onmeda-Redaktion

Akupunktur wirkt

Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen) ist eine Methode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Feine Nadeln, die in den Körper eingestochenen werden, sollen Krankheiten heilen, Schmerzen lindern und das Wohlbefinden steigern.

Auf diesem Bild sehen Sie einen Mann, der eine Akupunkturnadel auf die Stirn gesetzt bekommt.

Die Einstichpunkte für die Nadeln liegen über den gesamten Körper verteilt auf sogenannten Meridianen oder Energiebahnen, in denen laut TCM die körpereigene Energie, das Qi, fließt. Die Lebensenergie, die durch die Meridiane strömt, staut sich nach den Vorstellungen der TCM manchmal auf. Akupunktur kann der Theorie nach das Qi wieder ins Gleichgewicht bringen, indem man mithilfe der gesetzten Nadeln bestimmte Energiepunkte beruhigt oder stimuliert.

Die Wahl der Nadel

Je nach Erkrankung stehen Nadeln aus verschiedenen Materialien sowie in verschiedenen Dicken und Längen zur Verfügung. In der Regel bestehen die Nadeln aus Edelstahl, seltener kommen Silber- oder Goldnadeln zum Einsatz. Die Länge variiert zwischen 1,5 und 7 Zentimetern. Die kurzen Nadeln verwendet man vor allem im Gesichtsbereich, die langen bei der Behandlung tieferer Muskelstränge.

In der modernen Akupunktur kommt auch Laser- oder Elektroakupunktur zum Einsatz; hierbei werden die Punkte nicht durch Bewegen der Nadeln, sondern durch Elektro- oder Laserenergie stimuliert.

Wann ist Akupunktur hilfreich?

Akupunktur kann unter anderem bei folgenden Erkrankungen helfen, wobei für viele Einsatzgebiete der wissenschaftliche Nachweis, dass die Akupunktur wirkt, noch erbracht werden muss:

Laut Studien eignet sich die Akupunktur, um Schmerzen der Lendenwirbelsäule und im Kniegelenk zu reduzieren. Weiterhin zeigte die Akupunktur bei chronischen Spannungskopfschmerzen und Migräne gute Ergebnisse. Therapeuten setzen Akupunktur zudem häufig ein, um Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation zu mildern.

Nicht behandelt werden sollten alle Erkrankungen, bei denen die Diagnose nicht eindeutig ist, schwere psychische Erkrankungen, Krebs (außer zur Schmerzlinderung) und die meisten Infektionskrankheiten. Auch Schwangere sollten auf Akupunktur besser verzichten.

Lesen Sie heute in einer Woche Wissenswertes zum Thema Entspannung durch Yoga.

Quellen:

Endres, H. G. et al.: Akupunktur bei chronischen Kopfschmerzen. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 3, S. A114-121 (19.1.2007)

Endres, H. G. et al.: Akupunktur bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 3, S. A123-130 (19.1.2007)

Hammes, M., Kuschick, N.: Akupunktur kompakt. Lehmanns, Berlin 2005

Federspiel, F., Herbst, V. : Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005

Augustin, M., Schmiedel, V.: Leitfaden Naturheilkunde. Urban & Fischer, München 2003

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