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Autor: Onmeda-Redaktion
Vertreter der Trennkost gehen davon aus, dass der Körper nicht in der Lage ist, Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verdauen. Deren gleichzeitige Aufnahme könne sogar die Gesundheit gefährden.
Eine Annahme, die jedoch jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Im Gegenteil: Ernährungsphysiologen haben nachgewiesen, dass die Verdauungsenzyme von Magen und Darm auf eine gleichzeitige Verdauung unterschiedlicher Nährstoffe ausgerichtet sind.
Nach der Hayschen Trennkost gerät der Körper bei gleichzeitiger Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweiß in einen gesundheitsschädlichen Zustand der Übersäuerung.
Obwohl der zugrunde liegenden Theorie der Hayschen Trennkost jede wissenschaftliche Basis fehlt, spricht der hohe Anteil kalorienarmer Lebensmittel wie Obst und Gemüse für sie. Die Empfehlung, langsam zu essen und gut zu kauen, sorgt für eine ausreichende Sättigung. Vier bis fünf Mahlzeiten täglich sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ebenfalls sinnvoll. Denn der Körper wird so gleichmäßig mit Energie und Nährstoffen versorgt.
Unseriös ist dagegen der Anspruch, mit der Hayschen Trennkost nahezu alle Krankheiten heilen zu können. Ebenso unseriös erscheint das Verbot, eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie zum Beispiel Müsli und Milch miteinander zu mischen.
Nach der Fit-for-life-Diät bilden sich beim gleichzeitigen Verzehr eiweiß- und kohlenhydratreicher Lebensmittel giftige Substanzen im Körper. Der Abbau dieser sogenannten Schlacken beansprucht angeblich die volle Kraft des Körpers. Da eine vollständige Ausscheidung der Schlacken nicht möglich sei, führten diese zu Übergewicht.
Die Fit-for-life-Diät besteht aus viel Obst. Milch und Milchprodukte sind verboten, weil sie den Darm verkleben sollen. Als Getränk preist diese Diät destilliertes Wasser an.
Um Übergewicht zu vermeiden, müssen nach Fit for life drei Zyklen berücksichtigt werden:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt ausdrücklich vor der Fit-for-life-Diät. Sie entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage und könne zu Nährstoffmangel führen. So ist zum Beispiel durch den Verzicht auf Milch und Milchprodukte die Kalziumversorgung gefährdet. Unser Körper benötigt diesen Mineralstoff vor allem für den Aufbau stabiler Knochen und Zähne. Der ausschließliche Genuss von destilliertem Wasser ist zudem nicht zu empfehlen, da es keine lebenswichtigen Mineralstoffe enthält.
Online-Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: www.dge.de (Stand: 2007)
Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft: Prävention und Therapie der Adipositas. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 050/001 (Stand: 12/2005)
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