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Autor: Onmeda-Redaktion
Die Wechseljahre (Klimakterium) sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben, die jede Frau ab einem gewissen Alter durchlebt.
Während dieses Lebensabschnitts wechselt die Frau von der Phase der Geschlechtsreife ins sogenannte Senium (Alter). Bei den meisten Frauen erstreckt sich dieser Wechsel auf die Zeit zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Während der Wechseljahre stellen sich die Hormone der Frau um: Der Körper bildet immer weniger weibliche Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene) – die Monatsblutungen werden unregelmäßig und zunehmend seltener, bis es zur letzten Regelblutung, der Menopause, kommt.
Obwohl die Wechseljahre kein krankhafter Zustand, sondern ein natürliches Ereignis sind, lösen die Folgen des Östrogenmangels bei manchen Frauen Beschwerden aus. Etwa einem Drittel aller Frauen bereiten die Wechseljahre keinerlei Beschwerden, während bei einem weiteren Drittel der über 50-Jährigen leichte bis mäßige Probleme auftreten. Das letzte Drittel ist von starken Beschwerden betroffen. Typische Anzeichen für die Wechseljahre sind beispielsweise Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Schwindel und psychische Beschwerden. Je nachdem, wie stark diese Beschwerden sind oder wie groß der individuelle Leidensdruck ist, kann eine Behandlung in den Wechseljahren erforderlich sein.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wechseljahresbeschwerden zu lindern: Bei vielen Frauen kommen Hormonpräparate mit Östrogenen und / oder Gestagenen zum Einsatz (sog. Hormontherapie). Hierbei sind Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen. In manchen Fällen kommt eine solche Therapie während der Wechseljahre nicht infrage, zum Beispiel bei Brustkrebs, Gebärmutterkrebs oder zu hohem Blutdruck. Viele Frauen lehnen es ab, ihre Wechseljahresbeschwerden mit Hormonen behandeln zu lassen.
Eine andere Möglichkeit, Beschwerden während der Wechseljahre zu behandeln, bieten pflanzliche Wirkstoffe. Bei pflanzlichen Mitteln gegen klimakterische Beschwerden ist zu unterscheiden zwischen Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Soja-Präparate oder Rotklee) und Präparaten, die als pflanzliche Arzneimittel zugelassen sind (z.B. Präparate, die Traubensilberkerze enthalten).
Auf Dauer führt der für die Wechseljahre typische Östrogenmangel zu Veränderungen in bestimmten Organen. Vor allem die Gebärmutter, die Scheide, die Vulva und die Brustdrüsen bilden sich zurück. Haut und Schleimhäute werden zunehmend dünner und weniger elastisch. Dies kann Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) verursachen. Etwa jede vierte Frau entwickelt im weiteren Verlauf der Wechseljahre ohne Behandlung eine Osteoporose (Knochenschwund).
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