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Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer)

Medikamente

Autor: Onmeda-Redaktion

Moderne Arzneimittel – sog. Antidementiva – können das Fortschreiten von Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) verlangsamen. Sie helfen, Gedächtnis, Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Ziel ist es, dass der Demenz-Kranke so lange wie möglich selbständig bleibt.

Zur medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Krankheit stehen zwei Substanzgruppen zur Verfügung: Acetylcholinesterase-Hemmer und Memantin. Sie beeinflussen die Botenstoffe Acetylcholin beziehungsweise Glutamat im Gehirn.

Acetylcholinesterase-Hemmer wirken einem Acetylcholinmangel im Gehirn entgegen. Bei Alzheimer schrumpft die Hirnmasse. Dadurch ist zu wenig von dem Botenstoff Acetylcholin vorhanden, der für die Informationsübertragung zwischen den Nerven wichtig ist. Acetylcholinesterase-Hemmer verhindern, dass ein Enzym Acetylcholin abbaut. Inzwischen stehen einige Acetylcholinesterase-Hemmer für die Therapie leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenzen zur Verfügung, wie Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin. Die Substanzen können zu Nebenwirkungen führen, vor allem zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, aber auch zuSchlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Acetylcholinesterase-Hemmer verzögern das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit um etwa sechs Monate.

Ein weiteres Medikament zur Behandlung von fortgeschrittenem Alzheimer ist Memantin. Dieser Wirkstoff wirkt auf den Botenstoff Glutamat. Memantin verbessert die alltäglichen Fähigkeiten, zum Beispiel können sich Betroffene besser selbständig anziehen, essen und trinken. Mögliche Nebenwirkungen sind: Schwindel, Unruhe und Reizbarkeit. Memantin wird zunehmend auch bei frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Allerdings gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Memantin auch bei mildem Alzheimer hilft.

Widersprüchliche Ergebnisse gibt es zu den Ginkgo-biloba-Präparaten . Sie werden häufig eingesetzt, um leichte kognitive Störungen und Demenz im Frühstadium zu behandeln. Experten empfehlen diese Präparate jedoch nicht, da nicht sicher bewiesen ist, dass sie tatsächlich wirken.

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