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Stand: 1. Juli 2008Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Ursache für die Entstehung einer Nikotinabhängigkeit (Tabakabhängigkeit) ist die entspannende Wirkung des Nikotins. Ein Zug an einer Zigarette bringt den Körper in einen regelrechten Alarmzustand. Dennoch empfinden die meisten Raucher die Wirkung einer Zigarette als entspannend, da sich Nikotin besonders auf das Belohnungszentrum im Gehirn, genauer auf den so genannten Nucleus accumbens, auswirkt. Daneben entsteht beim Nikotinabbau im Körper Nikotinsäure, ein Vitamin des Vitamin-B-Komplexes, das gefäßerweiternd wirkt und die mentale Leistungsfähigkeit steigert. Während bei einem Nichtraucher die belohnende Wirkung des Nikotins etwa 120 Minuten anhält, dauert diese bei starken Rauchern nur noch etwa 30 Minuten an.
Eine weitere Erklärung für eine Nikotinabhängigkeit liegt nicht im Stoff selbst begründet, sondern in der Art, wie er aufgenommen wird: Der Zigarettenrauch wird inhaliert – so erreicht das Nikotin innerhalb von etwa sieben Sekunden das Gehirn. Jeder Zigarettenzug bewirkt einen fast explosiven Anschub des Gehirnstoffwechsels – einen regelrechten Kick. Obwohl Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis die gleiche Menge Nikotin wie Zigaretten abgeben, lässt sich dies bei kaum einem Raucher mit dem Gefühl der Nikotinaufnahme über die Lunge vergleichen. Der plötzliche Kick nach einem tiefen Lungenzug bewirkt ein kurzes Gefühl der Entspannung und Belohnung, das bald wieder vergeht und eine stille Unzufriedenheit hinterlässt – und vor allem den Wunsch nach mehr.
Weitere Suchtstoffe, die eine Nikotinabhängigkeit begünstigen, werden unter den mehr 600 Zusatzsubstanzen vermutet, welche dem Tabak bei der Herstellung von Zigaretten beigemischt werden.
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