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Autor: Onmeda-Redaktion
Für Herpes labialis (Lippenherpes) kommen als Ursachen zwei verschiedene Erreger infrage: das Herpes-simplex-Virus (HSV) beziehungsweise humanes Herpesvirus (HHV) vom Typ 1 und vom Typ 2.
Beide Erreger des Lippenherpes – HSV-1 und HSV-2 – sind eng miteinander verwandt. Sie sind für eine Reihe von bekannten Herpesausprägungen verantwortlich. Beim Auftreten eines Herpes labialis kann der Zeitpunkt der Ansteckung schon länger zurückliegen, denn die erste Infektion mit den Herpesviren verläuft, ähnlich wie beim Genitalherpes, häufig unbemerkt. Die eindringenden Viren gelangen vom Ort der Erstinfektion (z.B. Mundschleimhaut) über die Nervenleitbahnen (Axone) zum dazugehörigen Nervenknoten (Ganglion) und infizieren ihn ebenfalls.
Während der ersten Woche einer Herpesinfektion beseitigt das Immunsystem die Viren sowohl in der Schleimhaut als auch in einem Teil der infizierten Nervenzellen. Das Erbgut (DNA) der Herpesviren versteckt sich jedoch im Zellkern der Nervenzellen. Dies ist die Ursache dafür, dass das Immunsystem die Virus-DNA nicht erkennen und somit auch nicht angreifen kann. So kann die Virus-DNA lebenslang in den Nerven überdauern und für die Herstellung weiterer Herpesviren sorgen. Sobald das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist, reaktiviert sich die Virus-DNA – und in den infizierten Zellen entstehen zahlreiche neue Viren. Es kommt zu einer Zweitinfektion (Sekundärinfektion), dem sichtbaren Lippenherpes.
Für die Reaktivierung der Erreger und somit für die Entstehung des Herpes labialis oder Lippenherpes kommen zum Beispiel folgende Ursachen infrage:
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