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Blasenschwäche: Ursachen und Therapie

Therapie

Autor: Onmeda-Redaktion

Schon eine leichte Blasenschwäche kann für Frauen sehr belastend sein. Umso wichtiger ist es, die Scham zu überwinden und etwas dagegen zu tun. Es gibt einige Mittel und Wege, die Symptome zu lindern, sich im Alltag sicherer zu fühlen oder sogar, die Blasenschwäche erfolgreich zu bekämpfen. Unter Blasenschwäche leiden viele Frauen. Sollten Sie betroffen sein: Haben Sie nur Mut und trauen Sie sich, das Problem anzugehen!

Eine Frau hält sich entsetzt die Hand vor den Mund.
Wer unter Blasenschwäche leidet, muss sich dafür nicht schämen.

Ist die Blasenschwäche sehr belastend oder nehmen die Beschwerden zu, sollte man sich in jedem Fall an einen Arzt wenden, vorzugsweise an den Hausarzt, den Frauenarzt oder an einen Urologen. Er kann Blasenschwäche je nach Form und Ausprägung mit unterschiedlichen Mitteln behandeln. Um die Ursache herauszufinden, wird der Arzt zunächst erfragen, wann das Problem auftritt (z.B. bei körperlicher Belastung oder in Ruhe) und seit wann die Beschwerden schon bestehen. Mithilfe eines Tagebuchs kann der Betroffene genau festhalten, in welchen Situationen Harn abgegangen ist, wie viel getrunken wurde und vieles mehr.

Mithilfe einer körperlichen Untersuchung kann der Arzt herausfinden, ob die Blasenschwäche organische Ursachen hat. In diesem Fall muss er die Erkrankung behandelt, die zur Blasenschwäche geführt hat (z.B. Blasensteine). Die körperliche Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei; so tastet der Arzt beispielsweise den Bauchraum ab, führt eine Ultraschalluntersuchung durch, untersucht den Urin (z.B. auf Bakterien bei Verdacht auf eine Harnweginfektion), ermittelt den Blasendruck oder die Blasentätigkeit. Um die Beckenbodenmuskulatur und die Lage der Blase zu überprüfen, aber auch, um einen möglichen Hormonmangel festzustellen, kann ein Besuch beim Frauenarzt sinnvoll sein.

Wenn ein Mangel an am weiblichen Sexualhormon Östrogen die Ursache für eine Blasenschwäche ist, kann der Arzt Östrogene verschreiben, so zum Beispiel als Vaginalzäpfchen oder Salbe. Nur in schweren Fällen ist bei Blasenschwäche eine Operation nötig. Mithilfe eines chirurgischen Eingriffs kann etwa der Beckenboden gestrafft werden. Ist ein Absenken der Blasenorgane für die Blasenschwäche, können Blase und Harnröhre durch eine Operation wieder an ihren Platz gebracht werden.

Ein plötzlich auftretender Harndrang (Dranginkontinenz) trotz kaum gefüllter Blase hat häufig keine organischen Ursachen. Daher müssen die Symptome bekämpft werden. Hilfe verschafft hier ein gezieltes Blasen- und Toilettentraining. Mithilfe von Medikamenten (Anticholinergika) kann die Blasenmuskulatur entspannt werden. Alternativ können auch pflanzliche Präparate mit Kürbis, Goldrute oder Cranberry helfen.

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