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Autor: Onmeda-Redaktion
Wer Darmkrebs vorbeugen möchte, sollte wert auf die Früherkennung legen: Je früher man Darmkrebs erkennt und behandelt, desto besser ist auch die Prognose. Jeder sollte die jährliche Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wahrnehmen. Außerdem wurde am 1. Oktober 2002 die Darmspiegelung (Koloskopie) ins Krebs-Früherkennungsprogramm aufgenommen. Damit hat jeder Bürger im Alter von 55 und 65 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung als Vorsorgemaßnahme.
Da es eine Reihe vererbbarer Erkrankungen gibt, die mit Darmkrebs in Zusammenhang stehen, sollten Personen, in deren Verwandtschaft Darmkrebs aufgetreten ist, ihren Arzt um Rat fragen und auf mögliche Symptome achten.
Mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen des Darms kann der Arzt leicht mit dem Finger tasten oder mit einer Spiegelung des Enddarms (untere 15 cm) entdecken. Zu jeder körperlichen Untersuchung – besonders im Rahmen einer Krebsvorsorge – gehört diese Tastuntersuchung. Sie sollte auch dann erfolgen, wenn keine Symptome aufgetreten sind, die auf einen Darmkrebs hinweisen könnten.
Wenn Blutauflagerungen auf dem Stuhl vorkommen, könnte ein Darmkrebs dahinter stecken. In den meisten Fällen handelt es sich aber um harmlose Hämorrhoiden. Diese dürfen jedoch nicht vorschnell als alleinige Ursache der Blutauflagerungen abgehandelt, sondern müssen ärztlich abgeklärt werden.
In den Industrieländern kommt Darmkrebs wahrscheinlich deshalb sehr viel häufiger vor als in sozioökonomisch weniger weit entwickelten Ländern, weil die Nahrung insgesamt relativ faserarm (ballaststoffarm) ist. Kost mit zahlreichen unverdaulichen Fasern verkürzt die Stuhlpassage und damit die Kontaktzeit von krebserregenden Stoffen mit der Darmwand. Der Zusammenhang von Stuhlkontaktdauer und Krebsentstehung erklärt auch, weshalb die Tumoren bevorzugt in den unteren Darmabschnitten und im Enddarm vorkommen. Hier ist die Kontaktzeit mit dem Stuhl am längsten. Achten Sie daher auf faserreiche Kost, meiden Sie Gepökeltes und Geräuchertes oder reduzieren Sie es zumindest. Fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag gelten als ideal.
Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen können das Darmkrebs-Risiko erhöhen. Wer 30 bis 60 Minuten täglich moderat körperlich aktiv ist, sein Normalgewicht halten kann (BMI < 25 kg/m 2) und nicht raucht, trägt nicht nur ein deutlich geringeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sondern ist auch vor vielen weiteren Krebserkrankungen sowie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser geschützt.
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