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Autor: Onmeda-Redaktion
Die Wärmetherapie (Hyperthermie) ist in Kombination mit einer Strahlentherapie ein neuer Therapieansatz in der Darmkrebs-Therapie. Kurz vor oder nach einer Bestrahlung des Beckens wird die zu bestrahlende Region dabei auf etwa 40 bis 42 Grad Celsius erwärmt.
Wenn sich Tochtergeschwülste (Metastasen) des Darmkrebses in der Leber abgesiedelt haben (Lebermetastasen), kann man diese operativ entfernen, soweit dabei nicht zuviel Lebergewebe entfernt werden muss. Eine gute Voraussetzung ist es, wenn die Metastasen sich nur auf einen Leberlappen beschränken, der dann vollständig entfernt werden kann.
Sind beide Leberlappen von den Tochtergeschwülsten des Darmkrebses betroffen und ein Herausschneiden der Metastasen unmöglich, kann die Lasertherapie weiterhelfen. Bei dieser werden Lebermetastasen mithilfe eines über ein Endoskop eingeführten Lasers gewissermaßen verbrannt. Damit die Lasertherapie erfolgreich sein kann, dürfen die Lebermetastasen allerdings eine bestimmte Anzahl und Größe nicht überschreiten.
Durch verschiedene Therapien (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) verlieren viele Menschen mit Darmkrebs stark an Gewicht kommen, da die Behandlung einen großen Teil des Verdauungstrakts direkt beeinflusst. Daher ist zumindest vorübergehend häufig eine spezielle Ernährung bei Darmkrebs nötig. Nach einer erfolgreichen Operation normalisiert sich das Gewicht mit der Zeit jedoch in der Regel wieder.
Zieht sich die Darmkrebs-Therapie über eine längere Zeit hin oder haben sich Absiedelungen des Tumors in anderen Regionen des Körpers gebildet, ist häufig eine längerfristige Ernährungsunterstützung nötig. Diese wird individuell durch Ärzte und Ernährungsexperten erstellt. Wichtig ist bei der speziellen Ernährung, dass sie die Verdauungsorgane möglichst wenig belastet, jedoch kalorienreich ist, um den Gewichtsverlust auszugleichen.
Nach der Darmkrebs-Therapie kann man damit beginnen werden, sich wieder langsam an normale, ausgewogene Kost zu gewöhnen. Diese sollte zunächst ballaststoffarm und nicht blähend sein. Ballaststoffe gehören in der Regel zu einer gesunden Ernährung dazu. Nach einer Darmkrebs-Behandlung sind sie jedoch zunächst zu belastend für den Darm.
Auf längere Zeit gesehen gibt es jedoch nach einer Darmkrebs-Erkrankung keine speziellen Ernährungsregeln, solange die Ernährung weitgehend ausgewogen ist. Dies gilt auch, wenn im Rahmen der Darmkrebs-Therapie ein künstlicher Darmausgang gelegt wurde oder der Darm verkürzt wurde. Kommt es zu Verstopfungen, sollten diese ärztlich abgeklärt und betreut werden.
Ein künstlicher Darmausgang oder ein verkürzter Darm bedeuten nicht zwingend, dass eine spezielle Ernährung erforderlich ist. Häufig ist jedoch eine Ernährungsberatung sinnvoll, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten und den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten.
Da ein künstlicher Darmausgang (Stoma) in der Regel durch die Bauchdecke gelegt wird, sollte Übergewicht vermieden werden, um den Zugang nicht zu behindern.
Je nachdem, in welchem Bereich der Darm gekürzt wurde, kann es zu Mangelerscheinungen kommen, dies muss aber nicht notwendigerweise der Fall sein. Häufig haben die Bettoffenen jedoch Durchfall auf, da der Stuhl nicht mehr ausreichend eingedickt werden kann. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass die Person ausreichend trinkt.
Im Themenspecial "Leben mit Krebs" finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
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