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Autor: Onmeda-Redaktion
Die Darmkrebs-Therapie besteht in der Regel in einer Operation, bei der eine möglichst vollständige Entfernung des Tumorgewebes angestrebt wird. Das Ausmaß der Darmkrebs-Operation richtet sich nach der Blutversorgung des betroffenen Darmabschnitts und nach dem Abfluss von Gewebswasser (Lymphabfluss). So kann es bei einem Krebs im aufsteigenden Dickdarm-Abschnitt nötig sein, den halben Dickdarm zu entfernen (Hemikolektomie). Bei einem Krebs im quer verlaufenden Dickdarm müssen größere Teile des Darms entfernt werden, da hier vielfältige Querverbindungen zwischen den Blutgefäßen aller Dickdarm-Anteile bestehen und weit verstreute Tochtergeschwülste in den Lymphknoten entstanden sein könnten.
Eine Strahlentherapie wird bei Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom), im Gegensatz zur Behandlung bei Mastdarm-/Enddarmkrebs (Rektumkarzinom), in der Regel nicht durchgeführt. Eine Ausnahme sind große, an der Bauchwand fest verwachsene Tumoren. Die Chemotherapie und die operative beziehungsweise Lasertherapie bei vorhandenen Lebermetastasen entsprechen im Wesentlichen der des Mastdarmkrebses.
Die wichtigste Therapie des Mastdarm-/Enddarmkrebses (Rektumkarzinoms) ist die Operation. Dabei wird eine sogenannte en-bloc-Resektion durchgeführt. Bei dieser wird der Krebs in seiner gesamten Ausdehnung einschließlich eines fünf Zentimeter breiten Sicherheitsabstands mitsamt seiner Blutgefäße und Lymphknoten entfernt. Liegt der Tumor mehr als acht Zentimeter oberhalb des Analkanals, können der normale Stuhlgang und die normale Schließmuskel-Funktion in der Regel erhalten bleiben. Ist der Krebs sehr dicht am Analkanal gelegen, ist meist ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) notwendig.
In der Regel wird bei einem Mastdarmkrebs nach der Operation täglich über einen Zeitraum von fünf bis sieben Wochen eine Strahlentherapie durchgeführt. Nur in frühen Tumorstadien ohne Befall von Lymphknoten, wenn ein Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) unwahrscheinlich ist, kann man auf diese Bestrahlung verzichten. Je nach Tumorgröße und Lage kann vor der Operation auch eine Tumorverkleinerung mittels Chemotherapie und Bestrahlung (simultane Radiochemotherapie) notwendig sein. Auch nach einer erfolgreich verlaufenden Darmkrebs-Operation mit kompletter Krebsentfernung kann man mithilfe einer Chemotherapie verhindern, dass der Tumor wieder auftritt.
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