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Autor: Onmeda-Redaktion
Von einem metastasierten Mammakarzinom spricht man, wenn sich Fernmetastasen, etwa in der Leber, den Knochen oder dem Hirn gebildet haben. Mit modernen Zytostatika, einer Hormontherapie und eventuell einer zusätzlichen Strahlentherapie ist es möglich, die Beschwerden durch Metastasen zu lindern und häufig auch das Wachstum einzudämmen.
Die HER2-Antikörpertherapie gehört zur Standardbehandlung bei HER2-positiven Tumoren. Denn einige Mammakarzinome haben bestimmte Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Diese so genannten HER2-Andockstellen lassen sich durch eine immunologische Untersuchung nachweisen. Ein Antikörper, der an die HER2-Rezeptoren bindet, zerstört die Tumorzelle oder unterbindet ihr weiteres Wachstum.Trastuzumab wenden Ärzte sowohl im Frühstadium als auch bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs an, meist in Kombination mit einer Chemotherapie.
Tochtergeschwülste (Metastasen) betreffen bei Brustkrebs häufig die Knochen. Der Knochen baut sich um die Metastase herum ab, was seine Stabilität gefährdet: Spontane Knochenbrüche können die Folge sein. Außerdem wird durch den gesteigerten Abbau Kalzium freigesetzt, was sich in hoher Konzentration im Blut nachteilig auf die Funktion von Herz und Nieren auswirken kann. Bestimmte Medikamente, die Bisphosphonate, machen den Knochen durch verstärkten Kalzium-Einbau unempfindlicher gegen den Abbau und vermindern zudem die durch die Metastasen hervorgerufenen Schmerzen. Bisphosphonate können bei Knochenmetastasen als Tabletten (oral) oder als Infusionen über die Vene (intravenös) verabreicht werden.
Im Themenspecial "Leben mit Krebs" finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
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