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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Primärtherapie

Autor: Onmeda-Redaktion

Brusterhaltende Operation

In den meisten Fällen von Brustkrebs kann heute, in Kombination mit einer Chemo- beziehungsweise Strahlentherapie, eine brusterhaltende Operation durchgeführt werden.

Das Risiko, dass der Tumor wieder auftritt (Rezidiv), ist nach einer brusterhaltenden Operation im Vergleich zu einer Radikaloperation zwar erhöht, lässt sich durch die anschließende Bestrahlung des Restbrustgewebes jedoch wieder deutlich senken. Auch die Langzeit-Überlebensraten sind – unabhängig vom Alter der Betroffenen und vom Erkrankungsstadium – durch eine Strahlentherapie erheblich verbessert. Daher schließt sich einer brusterhaltenden Operation eine Strahlentherapie an.

Der Status der Lymphknoten ist entscheidend für die weitere Brustkrebs-Therapie und ein wesentlichen Faktor für die Beurteilung des Krankheitsverlaufs. Deshalb werden die Lymphknoten in der Achselhöhle (axilläre Lymphknoten) während der Brustkrebs-Operation untersucht und gegebenenfalls vollständig entfernt.

Entweder werden mehr als zehn Lymphknoten entnommen und untersucht. Alternativ kann die so genannte Senitel-Node-Biopsie zur Bestimmung des Lymphknotenbefalls durchgeführt werden. Dabei wird vor der Operation ein Radionuklid in die Umgebung des Mammakarzinoms injiziert und anschließend mit einem Detektor geprüft, ob sich der radioaktive Stoff in einem Lymphknoten angereichert hat. Der erste Lymphknoten, der das Radionuklid speichert, wird Wächterlymphknoten oder Sentinel-Node genannt. Er wird entfernt und histologisch untersucht. Wenn er von Metastasen befallen ist, schließt sich eine operative Entfernung aller Lymphknoten an.

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