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Autor: Onmeda-Redaktion
Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS) ist eine bestimmte Entwicklungsstörung der Lese- und Schreibfähigkeiten. Sie gehört zu den sogenannten Teilleistungsstörungen, zu denen auch die Rechenschwäche (Dyskalkulie) zählt. Eine Teilleistungsstörung in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben liegt per Definition vor, wenn folgende Punkte erfüllt sind:
Um eine im Rahmen der Legasthenie bestehende Leseschwäche (Dyslexie) oder Rechtschreibschwäche (Agraphie) verstehen zu können, lässt sich eine andere Störung zum Vergleich heranziehen – die Farbenblindheit: In Bezug auf die Gesundheit und die Intelligenz unterscheiden sich Farbenblinde in keiner Weise von ihren Mitmenschen. Das einzig Auffällige ist, dass sie die Farben Rot und Grün nicht unterscheiden können. Neben ansonsten ganz normal ausgebildeten Fähigkeiten haben sie also eine klar umgrenzte Schwäche.
Ähnlich ist die Legasthenie zu verstehen. Legasthenische Kinder verhalten sich in allen anderen Bereichen nicht anders als ihre Mitschüler. Sie sind nur nicht fähig, so gut zu schreiben und zu lesen wie die anderen. Doch unser Alltag verlangt viel häufiger, mit Buchstaben umzugehen, als Rot und Grün zu unterscheiden. Daher wirkt sich eine Legasthenie viel stärker auf das Leben der Betroffenen aus. Jemand, der nicht so schnell lesen lernt wie die Kinder im gleichen Alter, gilt oft als dumm oder faul. Die auf diese Weise auffälligen Kinder sind daher oft einem großen Druck ausgesetzt und können mitunter bleibende seelische Schäden entwickeln.
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