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Das kindliche Gehirn

Autor: Onmeda-Redaktion

Gesunde Ernährung macht Kinder leistungsfähiger

Das kindliche Gehirn muss Großes leisten: Bereits ab der Geburt ist das Gehirn einer Flut an Informationen ausgesetzt, die es einordnen und verarbeiten muss. Tagtäglich entwickelt es sich weiter und bildet neue Verknüpfungen, während bereits vorhandene Nervenzellen ein Feuerwerk an Signalen senden. Damit das kindliche Gehirn sich optimal entwickeln kann, ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, die ausreichend Nährstoffe liefert.

Eine Junge stützt seinen Kopf auf die Unterarme.
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für eine gesunde Kinderentwicklung.

Dass Vitamine und Mineralstoffe für eine optimale Versorgung der Jüngsten wichtig sind, wissen viele Eltern. Welche Rolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäuren für die kognitive Entwicklung von Kindern spielen, ist dagegen vielen noch nicht so richtig bewusst.

Unser Gehirn besteht unter anderem aus Fettsäuren – Omega-3-Fettsäuren machen davon einen großen Anteil aus. Sie werden in der Schwangerschaft, vor allem im letzten Drittel, in großen Mengen in das Gehirn des Fötus eingebaut. Aber auch nach der Geburt sorgen sie dafür, dass das Gehirn optimal funktionieren kann. Deswegen sollten schwangere und stillende Frauen darauf achten, genug Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen und möglichst ein- bis zweimal pro Woche Fisch essen.

Man sieht Kinder in einem Klassenzimmer.
Die richtige Ernährung fördert Konzentration und Aufnahmevermögen in der Schule.

Eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist zudem für Klein- und Schulkinder wichtig: Eine ausgewogene Ernährung fördert die kognitive Leistung sowie die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit in der Schule und beim Lernen. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Signalübertragung der Nervenzellen im Hirn. Einigen Studien zufolge können sich Omega-3-Fettsäuren bei Schulkindern positiv auf die sprachlichen Fähigkeiten wie etwa Lesen und Rechtschreibung auswirken. Zudem scheinen bei ausreichender Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren bestimmte Hirnregionen bei Kindern aktiver zu sein, die auch mit Lernen in Zusammenhang stehen. Diese Ergebnisse stellen bisher lediglich eine Tendenz dar und müssen durch weitere Studien bestätigt werden.

Die beste Quelle für Omega-3-Fettsäuren sind sogenannte Fettfische, wie zum Beispiel Lachs, Thunfisch oder Hering. Studien zeigen, dass Kinder in Deutschland häufig noch zu wenig Fisch essen. 6-Jährige sollten pro Woche wenigstens 50 Gramm Fisch verzehren, Jugendliche 100 Gramm. Diese Menge wird oft nicht einmal im Ansatz erreicht: So verspeisen 12- bis 17-Jährige statistisch gesehen höchstens ein Viertel der empfohlenen Fischmenge.

Einige pflanzliche Produkte wie etwa Walnüsse oder Rapsöl enthalten ebenfalls Omega-3-Fettsäuren – allerdings nimmt der Körper hieraus Omega-3-Fettsäuren in etwas geringerem Maß auf als aus Fisch. Auch Lebensmittel, denen Omega-3-Fettsäuren zugesetzt wurden, oder Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, das kindliche Gehirn ausreichend zu versorgen. Eine langfristige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie jedoch idealerweise zuvor mit dem Haus- oder Kinderarzt absprechen.

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