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Rotaviren – rechtzeitig mit einer Schluckimpfung vorbeugen

Autor: Onmeda-Redaktion

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen von virusbedingten Darminfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern (Rotavirus-Gastroenteritis). Die Viren sind hoch ansteckend und können leicht über eine Schmierinfektion (fäkal-oral) übertragen werden. Kleine Kinder sind generell für Magen-Darm-Infekte anfällig. So sind Noroviren nach den Rotaviren bei Säuglingen und Kleinkindern die zweithäufigste Ursache einer akuten Darminfektion. Norovirus-Infektionen kommen aber auch häufig bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor.

Das Bild zeigt ein kleines Kind.

Eine Infektion mit Rotaviren kann vor allem bei Kindern unter zwei Jahren zu besonders schweren Symptomen wie wässrigen Durchfällen, Erbrechen und Bauchschmerzen führen und birgt die Gefahr einer Austrocknung.

Eine Darminfektion durch Rotaviren lässt sich durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. Die Behandlung der Rotavirus-Gastroenteritis erfolgt symptomatisch mithilfe von Flüssigkeit und Elektrolyten. Insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern besteht aufgrund von Durchfall und Erbrechen die Gefahr der Austrockung, da sie oft nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können. Daher müssen sie oft im Krankenhaus behandelt werden, denn hier können Infusionen verabreicht werden.

Um einer Darminfektion vorzubeugen, sind hygienische Maßnahmen besonders wichtig. Diese reichen jedoch allein meist nicht aus, um sich vor Rotaviren zu schützen, da Rotaviren sehr hygiene- und umweltresistent sind. Im Gegensatz zu Noroviren stehen hierzulande Impfstoffe gegen Rotaviren für Säuglinge zur Verfügung. In zwei beziehungsweise drei Dosen werden diese ab der vollendeten sechsten Lebenswoche bis vor Vollendung der 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche als Schluckimpfung verabreicht.

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