|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Impfungen schützen > Rotavirus – rechtzeitig vorbeugen > Vorbeugen
Rotaviren – rechtzeitig mit einer Schluckimpfung vorbeugenVorbeugenAutor: Onmeda-Redaktion Allgemeine MaßnahmenEiner Infektion mit Rotaviren kann man durch Hygienemaßnahmen nur schwer vorbeugen, da die Erreger sehr hygiene- und umweltresistent sind. Dennoch empfiehlt es sich, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wenn man in Kontakt mit erkrankten Personen kommt. Idealerweise sollten Sie den Kontakt zu Rotavirus-Infizierten gänzlich meiden – wenn beispielsweise das eigene Kind erkrankt ist, ist dies aber natürlich nicht möglich. Wichtig sind gründliches Händewaschen nach dem Kontakt sowie die Desinfektion von Kontaktflächen wie Türgriffen, Toilette und Waschbecken. Ein infiziertes Kind darf Gemeinschaftseinrichtungen wie den Kindergarten so lange nicht besuchen, wie es ansteckend ist. Auch sollte der Kontakt zu anderen Personen in dieser Zeit vermieden werden (wie Großeltern, Freunde). In Kliniken gelten besondere Vorsichtsregeln bei Rotavirus-Infektionen (zum Beispiel das Tragen von Handschuhen, besondere Desinfektionsmaßnahmen). Allerdings zählen Rotavirus-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern zu den häufigsten Darminfektionen, welche innerhalb des Krankenhauses übertragen werden (sog nosokomiale Infektion). Impfung gegen Rotaviren für SäuglingeIm Gegensatz zu Norovirus-Infektionen, die ebenfalls zu schweren Durchfallerkrankungen führen können, gibt es hierzulande eine Impfung gegen Rotaviren für Säuglinge. Es handelt sich um einen sogenannten Lebendimpfstoff, der in zwei oder drei Dosen oral (über den Mund, als Schluckimpfung) verabreicht wird. Die erste Impfdosis erfolgt ab der vollendeten sechsten Lebenswoche, die letzte Dosis sollte entsprechend des zugelassenen Impfschemas vor Vollendung der 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche gegeben werden. Der Impfstoff ist gut verträglich und hoch wirksam. Bis zu 98 Prozent der schweren Rotavirus-Erkrankungen können bei Kindern verhindert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hält die Rotavirus-Impfung im Einzelfall für sinnvoll, besonders für Säuglinge, die vermehrt Kontakt zu anderen Kindern haben, wie beispielsweise in Kindergärten oder beim Babyschwimmen. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) empfiehlt die Rotavirus-Impfung für Säuglinge. Der Abschluss der Impfserie sollte innerhalb des ersten Lebenshalbjahrs erfolgen und kann zeitgleich mit den anderen Standardimpfungen im Säuglingsalter gegeben werden. Da immer mehr gesetzliche Krankenkassen die Impfung übernehmen, sollten Eltern bei ihrer Krankenkasse nachfragen, inwieweit die Kosten erstattet werden. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaRotavirus – rechtzeitig vorbeugen
Das könnte Sie auch interessierenAm häufigsten gelesen
Leben mit KrebsIm Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |