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Keuchhusten (Pertussis)

Vorbeugen

Autor: Onmeda-Redaktion

Keuchhusten (Pertussis) können Sie wirksam nur mit einer Schutzimpfung vorbeugen. Außerdem sollten Sie Kontakt zu infizierten Personen meiden, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern. Da immer mehr Erwachsene und Jugendliche erkranken, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts, dass alle Personen über 18 Jahre rechtzeitig eine Auffrischung vornehmen lassen sollten.

Schutzimpfung

Um gegen Keuchhusten geschützt zu sein, ist zunächst eine sogenannte Grundimmunisierung nötig, welche aus mehreren Impfdurchgängen besteht.

In der Regel kombiniert der Arzt die Impfung sowie die erste Auffrischung mit einer Impfung gegen Tetanus und Diphtherie (TdaP = T=Tetanus, d=Diphtherie, ap=azelluläre Pertussis). Falls notwendig, kann der Arzt zudem gleichzeitig gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) impfen. Somit reicht schon ein Besuch beim Arzt aus, um mithilfe einer Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung geschützt zu sein.

  • 1. Impfung: Die erste Keuchhustenimpfung sollte je einmal im Alter von 2, 3 und 4 Monaten durchgeführt werden.
  • 2. Impfung: Zur vollständigen Grundimmunisierung wird im Alter von 11 bis 14 Monaten eine weitere Impfung notwendig.
  • 1. Auffrischung im Alter von 5 bis 6 Jahren.
  • 2. Auffrischung im Alter von 9 bis 17 Jahren.

Besondere Empfehlungen gelten vor der Geburt eines Kindes und für Frauen im gebärfähigen Alter: Enge Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (zum Beispiel Tagesmutter, Großeltern, Babysitter) eines Neugeborenen und einer Schwangeren sollten 4 Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten, sofern sie in den letzten zehn Jahren nicht gegen Keuchhusten geimpft worden sind. Eine Mutter, die vor der Empfängnis keine Auffrischung erhalten hat, sollte bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.

Auch für Erwachsene kann eine Auffrischimpfung sinnvoll sein, da der Impfschutz nur bis zu 12 Jahre lang anhält. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts, Berlin, empfiehlt für alle Erwachsenen einmalig die nächste fällige Impfung gegen Tetanus und Diphterie als eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis vorzunehmen (Tdap-Impfung). Die Impfung führt der Arzt im Rahmen der nächsten fälligen Tetanus- beziehungsweise Diphtherie-Auffrischung durch, indem er einen sogenannten Kombinationsimpfstoff verwendet.

Wenn die Impfauffrischung gegen Keuchhusten fällig ist, kann der Arzt auch dann auf einen Kombinationsimpfstoff zurückgreifen, wenn die letzte Tetanus- oder Diphtherie-Impfung weniger als fünf Jahre zurückliegt.

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