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Gebärmutterhalskrebs – Risiko durch Impfung senkenAnwendungsgebieteAutor: Onmeda-Redaktion Wann und bei wem ist eine HPV-Impfung sinnvoll?Seit März 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine HPV-Impfung gegen die Virustypen 16 und 18 für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Ziel der Impfung ist es, zu verhindern, dass sich Zellen des Gebärmutterhalses als Folge der Virusinfektion verändern und zu einer Vorstufe von Krebs werden. Auf lange Sicht – es vergehen meist viele Jahre, bis eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals zu Krebs wird – soll auch die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs durch diese beiden HPV-Typen verhindert werden. Alle Krankenkassen tragen bei Mädchen ab dem 12.Geburtstag bis einen Tag vor dem 18. Geburtstag die Kosten für die Impfung. Im August 2009 bekräftigte die STIKO ihre Empfehlung, nachdem sie auf Antrag einer Gruppe von 13 Wissenschaftlern neuere Studien und Berichte zur HPV-Impfung der letzten zweieinhalb Jahre geprüft hatte. Kurz gefasst ging es vor allem darum, die Sicherheit und Wirksamkeit der HPV-Impfung erneut zu beurteilen. Die HPV-Impfung hat den größten Nutzen, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. Der Grund: Da die Viren hauptsächlich bei sexuellen Kontakten übertragen werden, sind Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht mit dem humanen Papillomvirus (HPV) infiziert. Gelingt es, durch die Impfung eine Infektion mit den Virentypen 16 und 18 zu verhindern, schützt dies vor Folgeerkrankungen wie Veränderungen des Gewebes und langfristig wohl auch vor Krebs. Bestand vor der HPV-Impfung bereits eine Infektion mit humanen Papillomviren, wird der Nutzen der Impfung geringer. Aber auch Frauen, die innerhalb des von der Impfkommission empfohlenen Zeitraums keine Impfung gegen HPV erhalten haben, können profitieren. Dies liegt daran, dass man sich zum einen nicht zwangsläufig beim ersten Geschlechtsverkehr mit HPV infiziert und zum anderen das Risiko, mit den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 gleichzeitig infiziert zu sein, sehr gering ist. Auch junge Frauen ab 18 Jahren können sich noch impfen lassen. Die Kosten für die HPV-Impfung müssen diese Frauen allerdings häufig selber tragen. Klarheit darüber erhält man durch eine Anfrage bei seiner Krankenkasse. Derzeit wird diskutiert, ob auch eine HPV-Impfung bei Männern sinnvoll ist; die STIKO empfiehlt sie bisher aber nicht. Bedeutsam ist, dass die HPV-Impfung zwar vor einer Infektion mit den krebsauslösenden Viren der Typen 16 und 18 schützen kann. Allerdings existieren weitere, seltenere HP-Viren, die ebenfalls Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Vor diesen Viren schützt die derzeitige HPV-Impfung nicht. Daher muss jede geimpfte Frau trotzdem weiterhin die Krebsfrüherkennung beim Frauenarzt in Anspruch nehmen. Sonst kann es passieren, dass eine Krebsvorstufe oder bereits bestehender Krebs zu spät oder nicht entdeckt wird. Dies mindert die Chancen auf Heilung deutlich. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaGebärmutterhalskrebs – Risiko durch Impfung senken
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