Startseite > Haut im Sommer > Gefahren für die Haut im Sommer
Stand: 27. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Neben etlichen Vorzügen bringt der Sommer durch die verstärkte UV-Strahlung auch einige Gefahren für die Haut mit sich. So ist ein Zuviel an UV-Strahlung die wichtigste Ursache für Haut- und Augenschäden, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs.
Der Sonnenbrand gehört zu den klassischen Gefahren des Sommers: Dabei reagiert die Haut auf eine Überdosis UV-Strahlung mit einer Rötung. Mitunter bilden sich sogar Blasen. Selbst bei einer leichten Rötung werden die Hautzellen geschädigt. Auch andere Empfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel eine Sonnenallergie mit Beschwerden wie Jucken, Rötungen und Ausschlag machen insbesondere hellen Hauttypen im Sommer das Leben schwer.
Ein deutliches Zeichen für ein vorangegangenes Sonnenbads ist die Bräunung der Haut. Auch wenn gebräunte Haut für viele Menschen als Schönheitsideal gilt, trügt der vermeintlich schöne Schein. Eigentlich ist Bräune ein Alarmsignal der Haut: Sie bildet vermehrt braune und schwarze Farbstoffe (Melanin), um sich vor der UV-Strahlung zu schützen.
Je stärker man sich der Sonnenstrahlung aussetzt, desto größer ist die Belastung für die Haut. UV-Strahlung dringt zum Teil bis in die mittlere Hautschicht (Lederhaut) ein und schädigt das Erbgut der Hautzellen. Eine dauerhafte Sonnenbestrahlung der Haut führt dazu, dass die Hautzellen entarten und Hautkrebs entsteht.
Wer mit dem Humanen Herpes-Virus Typ 1 infiziert und somit anfällig für Lippenherpes ist, sollte mit dem Sonnenbaden ebenfalls besonders vorsichtig sein. Zu viel UV-Strahlung unterdrückt die Immunabwehr der Haut – der Körper wird anfälliger für Infekte. Dies begünstigt die Reaktivierung der in den Nervenzellen ruhenden Herpes-Viren: Es ist nun ein Leichtes für sie, sich zu vermehren und gerade im Sommer die typischen Lippenbläschen hervorzurufen. Herpes, der nach Sonnenstrahlung auftritt, nennt man deshalb auch Herpes solaris.
Auch einem jugendlichen Aussehen der Haut ist die starke Sonnenstrahlung im Sommer nicht zuträglich. Die Hautalterung betrifft hauptsächlich das Bindegewebe der mittleren Hautschicht. Dieses besteht aus Kollagenfasern, die bei jungen Menschen beweglich sind und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Kollagen sorgt dafür, dass die Haut elastisch und straff ist. Außerdem bindet es Feuchtigkeit. Mit zunehmendem Alter nimmt die Zellbeweglichkeit ab und einzelne Fasern des Kollagens verhärten und verkleben. Das führt dazu, dass die Elastizität der Haut abnimmt und weniger Feuchtigkeit gebunden werden kann. Die Haut wird schlaff, faltig, trocken und es kann zu fleckigen Pigmentverschiebungen kommen. UV-Strahlung begünstigt die Hautalterung zusätzlich: Sie hemmt die Zellteilung und damit die kontinuierliche Hauterneuerung und schädigt das Bindegewebe, sodass vermehrt Falten entstehen.
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