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Autor: Onmeda-Redaktion
Für eine Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust) unterscheiden sich die Ursachen je nachdem, welche Form vorliegt. In den meisten Fällen ist der Harnabgang Zeichen einer anatomischen oder funktionellen Störung.
Die häufigsten Gründe für eine Dranginkontinenz können sein:
Eine Dranginkontinenz kann auch ohne erkennbare Gründe auftreten und wird dann als idiopathische Reizblase bezeichnet.
Ursachen für eine Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) sind zum Beipiel eine Schädigung des Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre. Diese kann durch Operationen, Verletzungen oder Überdehnung während Schwangerschaft und Geburt entstehen. Weitere Ursachen können eine Östrogenmangel (z.B. in den Wechseljahren), eine Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung oder ein Blasenvorfall sein.
Eine Reflexinkontinenz entsteht durch den Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Verletzungen des Rückenmarks.
Zu einer Überlaufinkontinenz kann es kommen, wenn der Blasendruck größer ist als der Druck des Harnröhrenverschlusses. Die Blase entleert sich dann, sobald sie voll ist und läuft quasi über. Weitere mögliche Ursachen sind zum Beispiel:
Verschiedene Medikamente, wie Diuretika, Antidepressiva und Neuroleptika, sowie Alkohol können die Harninkontinenz verstärken.
Die Sonderform der extraurethralen Inkontinenz kommt selten vor.
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