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Harndrang

Autor: Onmeda-Redaktion

Definition

Als Harndrang bezeichnet man einen Blasenreiz, der bei zunehmender Blasenfüllung entsteht. Damit verbunden ist das Bedürfnis, Urin auszuscheiden. Der menschliche Körper produziert täglich zwischen einem und eineinhalb Liter Urin, mit dem Abbauprodukte ausgeschieden werden. Dieser Urin wird in den Nieren gebildet und sammelt sich konzentriert in der Harnblase an. Ist diese voll, entsteht ein Harndrang und man muss die Toilette aufsuchen.

Die tatsächlich produzierte Menge Urin hängt zum einen von der Flüssigkeitszufuhr ab. Steigt die tägliche Urinmenge aber auf über zwei bis drei Liter pro Tag, bewegt sich dieser Wert nicht mehr im Normalbereich und wird als Polyurie bezeichnet. Häufig tritt diese in Kombination mit einem verstärkten Durstgefühl auf.

Besteht lediglich ein vermehrter Harndrang, der zu vermehrten Toilettengängen am Tag führt (mehr als achtmal am Tag), ohne dass eine erhöhte Menge an Urin ausgeschieden wird, spricht der Mediziner von einer Pollakisurie. Wenn der verstärkte Harndrang nur nachts auftritt und man in einer Nacht mehr als zweimal die Blase entleeren muss, liegt eine Nykturie vor.

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