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Erblich bedingter Haarausfall bei MännernTherapieAutor: Onmeda-Redaktion Ist der erbliche bedingte Haarausfall (Androgenetische Alopezie) einmal in vollem Gange, gestaltet es sich äußerst schwierig, ihn zu stoppen beziehungsweise neues Wachstum herbeizuführen. Daher ist ein frühzeitiger Beginn der Therapie wichtig. Haarausfall weist in den seltensten Fällen einen unmittelbaren Zusammenhang mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf. Eine Therapie ist daher aus medizinischer Sicht selten notwendig und nur angebracht, wenn der Betroffene mit dem Erscheinungsbild Schwierigkeiten hat. Hinzu kommt, dass eine tatsächlich ursächliche Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls schwierig ist. Auch wenn immer wieder für vermeintliche Wundermittel geworben wird, einen nachweisbaren Effekt können nur die wenigsten Präparate bieten. Als Erfolg versprechend haben sich in den letzten Jahren die Wirkstoffe Finasterid, Minoxidil und Alfatradiol herausgestellt. Finasterid hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Der DHT-Spiegel im Blut kann auf diese Weise um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Diese Therapieform ist ausschließlich für Männer geeignet und gilt als gut verträglich. Da der Wirkstoff in den gesamten Hormonstoffwechsel eingreift, können Nebenwirkungen wie Potenzstörungen auftreten. Kinder, Jugendliche und Frauen dürfen Finasterid nicht einnehmen. Schwangere sollten zerbrochene Tabletten nicht anfassen. Der Wirkungsmechanismus von Minoxidil im Hinblick auf das Haarwachstum ist noch weitgehend ungeklärt. Es scheint die Haare kontinuierlich zu vergrößern und jene Haarfollikel, die zu schrumpfen begonnen haben, zu verlängern. Als Wirkmechanismus wird dabei eine Förderung der versorgenden Gefäße angenommen. Allerdings können als Nebenwirkung Haare an unerwünschten Stellen (z.B. im Gesicht) wachsen. Ein weiterer Wirkstoff, welcher ebenfalls die Umwandlung von Testosteron in das für die Haarwurzeln schädliche Dihydrotestosteron hemmt, ist Alfatradiol (17α-Estradiol). Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff den Anteil der Haare in der Wachstumsphase erhöht, den Anteil der Haare in der Ruhephase dagegen senkt. Dies ist ein Indiz dafür, dass Alfatradiol in der Lage ist, das Fortschreiten des Haarausfalls zu verzögern. Das äußerlich aufgetragene Alfatradiol greift nicht in den Hormonstoffwechsel ein und hat kaum Nebenwirkungen. Generell hängt ein Behandlungserfolg maßgeblich vom Stadium des Haarausfalls ab. Wichtig sind der frühzeitige Beginn und die Kontinuität der Behandlung. Da bei erblich bedingtem Haarausfall die Haarwurzeln ohne Therapie verkümmern, ist es nahezu unmöglich, das Wachstum zu reaktivieren, wenn bereits eine kahle Stelle ausgebildet ist. Hier hilft oftmals nur noch eine Haartransplantation, das Toupet oder die altbewährte Perücke. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaErblich bedingter Haarausfall
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