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Stand: 18. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Neben der gewünschten Wirkung zeigen viele Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen, zu denen häufig auch die Verstopfung (Obstipation) zählt. So können Schmerzmittel (Analgetika), wie beispielsweise Opiate, ebenso Ursache für eine Verstopfung sein wie einige Antidepressiva. Auch sogenannte Anticholinergika, mit denen beispielsweise übermäßiger Harndrang oder ungewollter Harnverlust behandelt werden, können die Verdauung im Dickdarm bremsen. Die zur Behandlung von Psychosen eingesetzten Neuroleptika führen ebenfalls manchmal zu Verstopfung, genauso wie Antiepileptika und Antihypertensiva. Letztere werden zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Weitere verstopfend wirkende Medikamente sind Spasmolytika zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie harntreibende Mittel (Diuretika). Auch Eisen, Lithium und Vinca-Alkaloide können eine Verstopfung verursachen.
Menschen, die eine chronische Verstopfung haben, nehmen häufig Abführmittel (Laxanzien) ein. Solange sie sich an die ärztlich vorgeschriebene Dosierung und Dauer der Anwendung halten, ist das in der Regel problemlos. Werden die Abführmittel allerdings dauerhaft zu hoch dosiert, kann der Kaliumspiegel im Körper sinken. Dies führt wiederum zu einer vermehrten Verstopfung. Ein Teufelskreis setzt sich in Gang: Um der Verstopfung entgegenzuwirken, ist jetzt eine größere Abführmitteldosis erforderlich. Diese führt dazu, dass der Kaliumspiegel weiter sinkt. Eine erneute Verstopfung ist die Folge.
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