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Stand: 18. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Manchmal wird eine Verstopfung (Obstipation) durch eine andere Darmerkrankung verursacht. So ist die Verstopfung ein häufiges Symptom des Reizdarm-Syndroms. Auch entzündliche Darmerkrankungen wie entzündete Darmdivertikel (Divertikulitis) oder Morbus Crohn können eine Verstopfung auslösen. In seltenen Fällen weist eine Verstopfung auf gutartige Darmtumoren (Darmpolypen), Darmverwachsungen (Briden) oder Darmkrebs hin. Der Extremfall einer Verstopfung ist der Darmverschluss (Ileus): Hier ist der Transport des Stuhls vollständig blockiert. Darüber hinaus können Analerkrankungen wie Fissuren, Abszesse und schmerzhafte Hämorrhoiden die regelmäßige Stuhlentleerung der Betroffenen erschweren.
Eine Verstopfung kann auch ein Symptom für eine Erkrankung sein, die auf den ersten Blick nichts mit dem Dickdarm zu tun hat. So führen neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder multiple Sklerose nicht selten zu mangelnder Verdauung. Auch Muskelerkrankungen wie beispielsweise Muskeldystrophie oder Myasthenia gravis können mit Verstopfung einhergehen.
Wenn der Hormonhaushalt infolge von Diabetes mellitus oder einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) gestört ist, kann das die Dickdarmaktivität beeinflussen und zu Verstopfung führen. Auch wer schwanger ist, ist häufiger von Verstopfung betroffen: Während der Schwangerschaft kommt es aufgrund des veränderten Hormonhaushalts – entscheidend sind hier die Hormone Progesteron und Gestagen – häufig zu mangelnder Verdauung.
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