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Stand: 18. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Die Therapie einer Verstopfung (Obstipation) ist abhängig von ihrer Ursache und ihren Symptomen. Ist eine Verstopfung das Symptom für eine andere Erkrankung, so sollte diese behandelt werden. Sofern die Verstopfung durch bestimmte Medikamente ausgelöst wird, werden diese – falls möglich – niedriger dosiert oder vollständig abgesetzt.
Ballaststoffreiche Kost lässt den Stuhl aufquellen und erhöht gleichzeitig den Wasseranteil im Stuhl. Der gequollene Stuhl drückt gegen die träge Dickdarmwand und stimuliert sie, sich stärker zu bewegen. Außerdem sorgt der erhöhte Wasseranteil für einen weicheren Stuhl. Es lohnt sich also, die eigene Ernährung auf ballaststoff- und faserreiche Kost wie Vollkornbrot, Datteln, Pflaumen, Feigen sowie andere Früchte- und Gemüsesorten umzustellen. Viel Bewegung und viel Flüssigkeit können ebenfalls ein wirksames Mittel gegen Verstopfung sein. Wichtig ist auch, den Gang zur Toilette nicht aus Scham oder Zeitmangel zu verschieben. Darüber hinaus sollten verstopfend wirkende Nahrungsmittel, wie beispielsweise Weißbrot, Schokolade, Kakao, schwarzer Tee oder Rotwein, eingeschränkt werden.
Füll- und Quellmittel wie Leinsamen und Flohsamen binden Wasser und quellen dann auf. Wichtig ist, zu jeder Dosis mindestens ein Glas Wasser zu trinken. Ansonsten verkleben die Samen und der dickdarmstimulierende Quelleffekt ist dahin.
Lactulose zählt ebenso zu den wasserbindenden Abführmitteln. Allerdings entfaltet sie ihre Wirkung erst dann, wenn sie von den Darmbakterien gespalten wurde. Nachteilig daran ist, dass bei der Spaltung neben den wasserbindenden Anteilen auch Bestandteile entstehen, die Blähungen verursachen. Ein weiteres Mittel gegen Verstopfung ist Macrogol: Es gehört auch zu den wasserbindenden Abführmitteln und kann ebenfalls Blähungen verursachen.
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