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Stand: 19. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Für das Reizdarm-Syndroms (RDS) sind die genauen Ursachen bisher nicht geklärt. Man spricht von einer funktionellen Erkrankung. Hierbei lässt sich keine körperliche Ursache für die Beschwerden finden. Bestimmte Abläufe im Verdauungssystem sind gestört, der Darm selber ist dabei aber nicht krankhaft verändert.
Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass es sich beim Reizdarm um eine psychische Störung handelt. Allerdings können Stress und psychische Konfliktsituationen das Reizdarm-Syndrom erheblich beeinflussen: Bei Stress reagiert der Darm von Betroffenen oft stärker als bei gesunden Menschen. Ebenso können weitere Faktoren dazu beitragen, dass sich ein Reizdarm-Syndrom entwickelt.
Ein Großteil der Menschen mit Reizdarm empfindet schon normale Verdauungsbewegungen als schmerzhaft.
Diese Auslöser (sog. Trigger) sind unter anderem:
Bei einem Teil der Betroffenen gehen dem Reizdarm-Syndrom andere Beschwerden voraus:
In den letzten Jahren kamen viele verschiedene Theorien zur Ursache des Reizdarm-Syndroms auf. Eine wesentliche Bedeutung kommt dabei dem sogenannten enterischen Nervensystem (ENS) zu. Dieses "darmeigene" Nervensystem, auch "Bauchhirn" genannt, steuert unter anderem den Transport der Nahrung und Flüssigkeiten im Darm. Man geht davon aus, dass eine zu aktive Darmmuskulatur einen großen Teil der Reizdarmbeschwerden bedingt (sog. Motilitätsstörung). Der Darm von Betroffenen bewegt sich häufig stärker als bei gesunden Menschen.
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