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Reizdarm-Syndrom (RDS)

Therapie

Stand: 19. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Die genauen Ursachen des Reizdarm-Syndroms (RDS) sind nicht bekannt – daher zielt die Therapie hauptsächlich darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Da von Mensch zu Mensch unterschiedliche Beschwerden im Vordergrund stehen können, gibt es keine "Standardtherapie", die jedem weiterhilft. Vielmehr richtet sich die Therapie nach den vorherrschenden Beschwerden des Einzelnen. Sie kann allgemeine Maßnahmen, Medikamente und psychische Unterstüzung umfassen.

Allgemeine Maßnahmen

Ein Vertrauensverhältnis zu Ihrem Arzt ist eine wichtige Voraussetzung, um ein Reizdarm-Syndrom erfolgreich zu behandeln. Der Arzt klärt Sie über die Diagnose und mögliche Ursachen der Beschwerden auf. Er erläutert Ihnen die Untersuchungsergebnisse, um Ihnen die Angst vor lebensbedrohlichen Erkrankungen, insbesondere Krebserkrankungen, zu nehmen. Wichtig ist: Die Beschwerden des Reizdarm-Syndroms sind harmlos.

Die Ernährung spielt beim Reizdarm-Syndrom eine wesentliche Rolle. Oft hilft es, die Ernährung umzustellen. Eine spezielle Diät ist nicht empfehlenswert. Besser ist eine gesunde und ausgewogene Mischkost mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen sowie reichlich Flüssigkeit. Vermeiden Sie schlecht verträgliche Nahrungsmittel und verzichten Sie auf blähende, fette sowie sehr kalte oder auch sehr heiße Nahrungsmittel. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und hetzen Sie nicht.

Lindernd wirkt auch Wärme auf dem Bauch: eine Wärmflasche oder ein Dinkelkissen bessern Ihre Beschwerden.

Lebensmittel, die verschiedene Kulturen an Mikroorganismen (z.B. Bakterien) enthalten, können unter Umständen gegen einige der Reizdarmbeschwerden helfen. Solche Lebensmittel heißen Probiotika . Diese Lebensmittel muss man regelmäßig verzehren – sonst wirken sie nicht. Zukünftige Studien müssen zeigen, inwiefern Probiotika beim Reizdarm-Syndrom nützlich sind; generell kommt erschwerend hinzu, dass es viele verschiedene Produkte gibt, die unterschiedliche Bakterienstämme enthalten. Da der Darm eines jeden Menschen wiederum eine individuelle Zusammensetzung mit Bakterien aufweist (sog. Darmflora), fällt es schwer vorauszusagen, wer von welchen Bakterien profitiert.

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