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Autor: Onmeda-Redaktion
Kopfhaut ist nicht gleich Kopfhaut. Bei jedem Menschen ist die Kopfhaut anders beschaffen. Je nach Zustand der Kopfhaut lassen sich vier verschiedene Kopfhauttypen unterscheiden:
Bei normaler Kopfhaut befinden sich Fett- und Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht. Eine normale Kopfhaut bietet die beste Basis für schönes und gesundes Haar: Die Talgdrüsen produzieren genau so viel Talg, dass Kopfhaut und Haar glatt und geschmeidig bleiben, die Haare aber nicht zu schnell fettig werden. Juckreiz, Spliss und Schuppen kommen bei normaler Kopfhaut in der Regel nicht vor.
Fettiger Kopfhaut liegt eine verstärkte Talgproduktion (Seborrhö) zugrunde, bei der die Talgdrüsen übermäßig viel Fett (Lipide) produzieren. Sie geben eine so große Menge Talg ab, dass das Haar sie nicht aufnehmen kann. Die Kopfhaut ist dabei ölig beschaffen (Seborrhoea oleosa) oder es treten kleieförmige, fettige Schuppen auf (Seborrhoea sicca). Das Haar sieht fettig und strähnig aus. Die verstärkte Talgproduktion kann erblich oder hormonell bedingt sein. Aber auch andere Einflüsse wie zum Beispiel Stress können den verstärkten Talgfluss begünstigen.
Wenn die Kopfhaut brennt, juckt oder spannt und wenn Hautrötungen auftreten, deutet dies auf eine empfindliche, trockene Kopfhaut hin. Diese Beschwerden entstehen, wenn die Kopfhaut nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird oder die Talgdrüsen nicht genügend Talg produzieren. Dadurch fehlt es den Haaren an Fett und Feuchtigkeit: Sie trocknen aus und es können trockene Schuppen entstehen. Trockene Haare können Veranlagung sein. Aber auch niedrige Luftfeuchtigkeit, Sonne, gechlortes Wasser, Salzwasser oder Wärmeeinwirkung (z.B. durch zu heißes Fönen) trocknen die Haare aus. Sie werden stumpf, glanzlos, rau und störrisch.
Schuppige Kopfhaut kann mit trockener Kopfhaut, aber auch mit fettiger Kopfhaut zusammenhängen – sie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommen. Obwohl Schuppen im Haar ein häufiges Problem sind, empfinden die meisten Menschen sie als unangenehm.
Schuppen bestehen aus kleinen abgestorbenen Hautzellen. Dass die Hautzellen der obersten Hauschicht absterben ist ganz normal – die Haut erneuert sich auf diese Weise etwa alle vier Wochen. Bei Schuppenbildung gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht: Die oberste Schicht wird zu früh in zu großen Zellverbänden abgestoßen, sodass sich auf der Kopfhaut sichtbare Schuppen bilden. Schuppen entstehen aber auch, wenn die Talgdrüsen der Kopfhaut nicht richtig funktionieren. Das Fett, das die Talgdrüsen abgeben, ist in diesem Fall zu zäh und dickflüssig. Es lässt die abgestoßenen Hautzellen zu großen sichtbaren Schuppen verkleben.
Weitere Faktoren, die die Entstehung von Schuppen begünstigen, sind:
Auf länger anhaltende hartnäckige Schuppenbildung reagiert die Kopfhaut sehr empfindlich, sodass es zu Juckreiz und Entzündungen kommt. Schuppen bieten darüber hinaus einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien, die ihrerseits lästigen Juckreiz und Entzündungen auslösen können und somit die Schuppenbildung forcieren. Es sind also nicht nur ästhetische Gründe, die dafür sprechen, Schuppen schnellstmöglich zu behandeln.
Um Schuppen erfolgreich loszuwerden, kommen spezielle Antischuppen-Shampoos und Haarwässer zum Einsatz. Bei der Verwendung von Stylingprodukten, Spülungen und Haarkuren sollten Schuppengeplagte das jeweilige Kopfhautproblem immer berücksichtigen.
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