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Autor: Onmeda-Redaktion
Auslöser für eine saisonal abhängige Depression (SAD) ist in der Regel der Lichtmangel, der in den Herbst- und Wintermonaten vorherrscht. Die kürzer werdenden Tage signalisieren dem Körper einen veränderten Tag-/Nachtrhythmus, Hormone und Botenstoffe im Gehirn geraten durcheinander und können zu schweren Stimmungsschwankungen führen.
Weitere Faktoren, die den Nervenstoffwechsel beeinflussen können, sind zum Beispiel
Ohne Botenstoffe (Neurotransmitter) gäbe es keine Signalübertragung im Gehirn. Zu den wichtigsten Botenstoffen gehören Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Endorphine. Sie werden vom Körper selbst produziert und liegen in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander vor. Wird dieses Verhältnis gestört, etwa weil ein Botenstoff nicht ausreichend produziert wird, schlägt sich dies in Gefühlen, Verhalten und Wahrnehmung nieder.
So ist Dopamin in Kombination mit Noradrenalin für angenehme und erfreuliche Gefühle zuständig. Ein zu niedriger Dopaminspiegel führt zu Niedergeschlagenheit und Deprimiertheit.
Serotonin sorgt für Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Ruhe. Außerdem dämpft es Hungergefühle, Angst, Aggression, Kummer und Sorgen.
Noradrenalin macht den Körper wach, aufmerksam und motiviert.
Endorphine sind die körpereigenen Schmerzkiller. Ein zu niedriger Endorphinspiegel lässt Schmerzen stärker erscheinen.
Eine Nervenzelle setzt sich zusammen aus dem Zellkörper mit zahlreichen Dendriten, dem Axon und den Synapsen. Mehrere Nervenzellen sind über die Synapsen miteinander "verbunden". Signalgebender und -annehmender Teil der Synapse sind durch den so genannten synaptischen Spalt voneinander getrennt.
Signale werden über die Dendriten aufgenommen und laufen anschließend über den Zellkörper und das Axon bis zu den Synapsen. Hier werden Botenstoffe (Neurotransmitter) in den synaptischen Spalt ausgeschüttet, das elektrische Signal also in ein chemisches umgewandelt. Die Botenstoffe breiten sich im synaptischen Spalt aus und erreichen die gegenüberliegende Zelle, wo sie wiederum ein elektrisches Signal auslösen.
Damit keine Dauererregung entsteht, müssen die Transmitter anschließend aus dem synaptischen Spalt entfernt werden. Dies geschieht über Abbau oder Wiederaufnahme.
Die Übertragung zwischen den Synapsen kann unterschiedlich gestört werden:
Derartige Störungen können verschiedene Ursachen haben:
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