Startseite > Autogenes Training > Wann ist autogenes Training nicht zu empfehlen?
Autor: Onmeda-Redaktion
Gegenanzeigen im eigentlichen Sinne sind für autogenes Training nicht bekannt, solange die Methoden unter Anleitung eines medizinisch erfahrenen Trainers oder Therapeuten erlernt werden.
Bei bestimmten Erkrankungen sollten jedoch unbewusste Körperprozesse durch autogenes Training nur besonders vorsichtig beeinflusst werden. So sind nicht alle Übungen des autogenen Trainings gleichermaßen für die Behandlung aller Krankheiten zu empfehlen. Betroffene mit Herz-Kreislauf-Störungen, Epilepsie oder Neigung zu Migräneanfällen sollten zum Beispiel nur sehr vorsichtig an die Stirnkühleübung herangeführt werden, da diese die Durchblutung des Kopfs herabsetzt. Bei schweren Depressionen ohne äußere Ursache (endogene Depression), schweren Zwangsstörungen oder schweren psychischen Störungen ist autogenes Training nicht zu empfehlen. Bei einer Neigung zu hypochondrischer Selbstbeobachtung können sich die Beschwerden verschlimmern. Hier ist unter Umständen vom autogenen Training als Therapie Abstand zu nehmen.
Autogenes Training führt eher selten zu unerwünschten Nebenwirkungen. Diese können jedoch möglicherweise bei psychischen Grunderkrankungen auftreten. Es handelt sich dabei meist um Verkrampfungen im Bauchbereich, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche oder auch Schmerzzustände. Einige Übende erleben den entspannten loslassenden Zustand vor allem während der ersten Übungen als Kontrollverlust und dadurch unter Umständen als bedrohlich. Betroffene mit einem ausgeprägten Bedürfnis nach Aktivität erlernen das autogene Training meist nur sehr schwer und profitieren eher von anderen Entspannungstechniken wie der progressiven Muskelentspannung.
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