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Autogenes Training

Historisches

Autor: Onmeda-Redaktion

Die Suggestion – die psychische Beeinflussung von Vorstellungen, Denken und Handlungen einer Person – ist eines der ältesten und am häufigsten verwendeten Heilmittel in der Medizin. So wird bereits in einem ägyptischen Papyrus (Papyrus Ebers) aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts vor Christus über suggestive Behandlungsmaßnahmen berichtet: Lege die Hände auf ihn, um den Schmerz der Arme zu beruhigen, und sage, dass der Schmerz verschwinden wird.

Die so genannte Hypnose als eines der bedeutendsten Suggestiv-Verfahren der Neuzeit wurde durch den britischen Chirurgen James Braid im Jahr 1843 erstmals wissenschaftlich bearbeitet. Er erkannte die physiologischen und psychischen Voraussetzungen des künstlich hervorgerufenen schlafähnlichen Zustands, dem er den Namen Hypnose gab. Braid beschäftigte sich mit deren therapeutischer Anwendung bei Nervenstörungen. Der deutsche Hirnforscher Oskar Vogt beschäftigte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an Braid vor allem mit der praktischen Bedeutung der Selbst-Hypnose: Er wendete diese als prophylaktische Ruhepause an, mit der wachsenden Erregungs- und Anspannungssituationen begegnet werden sollte. Auf Basis dieser Methode entwickelte der Nervenarzt Johann Heinrich Schultz (1884-1970) schließlich 1932 das autogene Training als Selbstentspannungstechnik. Vor allem in Europa findet es heute breite Anwendung – wie zum Beispiel in Alltagssituationen, im Bereich der Psychotherapie, bei Asthma bronchiale, rheumatischen Erkrankungen oder Schlafstörungen.

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