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Muskelschmerzen (Myalgien)

Ursachen

Autor: Onmeda-Redaktion

Muskelschmerzen (Myalgien) haben viele verschiedene Ursachen. Die häufigsten Auslöser sind Muskelverspannungen (Myogelosen) und Muskelverletzungen. Selten verursachen Krankheiten des Skeletts, Gelenkverschleiß (Arthrose), Muskelkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems die sogenannten Myalgien.

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen äußern sich durch ziehende, stechende Muskelschmerzen, die bei Belastung und Bewegung auftreten. Die Muskultur ist verhärtet und der Schmerz kann sich bis in umliegende Körperteile ausbreiten. Auslöser sind in der Regel einseitige oder übermäßige Belastungen, wie zum Beispiel langes Sitzen oder Tragen, oder Fehlhaltungen, wie sie bei der Arbeit am Computer oft vorkommen. Durch die dauerhafte Belastung fehlt es den betroffenen Muskeln an Sauerstoff, sodass sie verhärten und Schmerzen entstehen.

Auch Stress kann Muskelverspannungen auslösen: In Stresssituationen schüttet der Körper Adrenalin aus und spannt die Muskeln an, um sich für eine Flucht oder einen Kampf zu rüsten. Oft ziehen stressgeplagte Menschen den Kopf ein oder die Schultern hoch. Doch wohin mit dieser Anspannung? Da wir in heutigen Stresssituationen weder fliehen noch körperlich kämpfen müssen, wird das ausgeschüttete Adrenalin nicht abgebaut. Die Muskeln stehen unter Daueranspannung, die sich in Muskelschmerzen äußert.

Bei nachlassendem Stress lassen auch die Schmerzen in der Regel von selbst nach.

Eine zu schwache Muskulatur und ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelgruppen, zum Beispiel Bauch- und Rückenmuskulatur, können zu Fehlhaltungen und Fehlbelastungen und infolgedessen zu Muskelverspannungen führen.

Muskelverspannungen kann auch eine Muskelverletzung (Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelriss) vorangehen: Nach Muskelverletzungen nimmt der Verletzte häufig eine Schonhaltung ein. So werden umliegende Muskeln übermäßig beansprucht, was wiederum zu Verspannungen führen kann.

Eine Muskelverspannung ist nicht nur schmerzhaft, sie geht auch nicht folgenlos am Muskel vorbei: Dadurch, dass der angespannte Muskel weniger durchblutet wird, gerät auch der Abtransport von Stoffwechselprodukten ins Stocken. Die Stoffwechselprodukte verbleiben im Muskel und reizen die Schmerzfasern.

In manchen Fällen begünstigt ein ungenügendes Auf- und Abwärmen beim Sport Muskelverspannungen: Aufwärmen vor dem Sport fördert die Durchblutung der Muskulatur und schützt sie vor Verletzungen. Wird ein Muskel im "kalten Zustand" plötzlich belastet, verspannt sich die Muskulatur. Das Abwärmen nach dem Sport unterstützt die körpereigene Regenerationsfähigkeit und dient der Entspannung beanspruchter Körperpartien.

Muskelkater

Muskelschmerzen bei Muskelkater äußern sich in einer schmerzhaften Muskelsteifheit, die mit einer erheblichen Muskelspannung einhergeht. Die Beschwerden treten ein bis drei Tage nach ungewohnter Belastung in untrainierten Muskelpartien auf. Die Schmerzen beim Muskelkater entstehen durch kleinste Verletzungen (Mikroverletzungen) in den Muskelfasern. Diese treten bei einer unkoordinierten Muskelarbeit bei ungewohnten Bewegungsmustern auf, am häufigsten nach sogenannten Abbremsbewegungen, bei denen der arbeitende Muskel durch äußere Kräfte gedehnt wird. Dadurch reißen die Muskelfasern ein, sodass Wasser in die Fasern eintreten kann.

Muskelschmerzen durch Muskelkater treten meist auf, wenn nach einer langen Trainingspause wieder eine sportliche Betätigung oder eine ungewohnte körperliche Belastung ausgeübt wird. Aber auch gut trainierte Sportler können einen Muskelkater bekommen, zum Beispiel wenn sie neue Bewegungsmuster wie eine neue Turnübung erlernen. Ungenügendes Aufwärmen begünstigt ebenfalls die Entwicklung eines Muskelkaters. Im Verlauf von ein bis zwei Tagen bilden sich Wasseransammlungen (Ödeme), wodurch die Muskelfaser anschwillt und gedehnt wird. Der Dehnungsschmerz entspricht dem typischen Muskelkaterschmerz. Ein Muskelkater klingt in der Regel nach ein paar Tagen ab und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

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