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Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)

Autor: Onmeda-Redaktion

Als Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) bezeichnen Mediziner eine Entzündung der Schleimhäute des Magens und des Dünndarms, die üblicherweise mit Brechdurchfall einhergeht. Als Auslöser solcher Durchfallerkrankungen kommen in Deutschland vor allem Viren, seltener auch Bakterien und Parasiten infrage.

Eine Magen-Darm-Grippe (auch: Magen-Darm-Infekt) wird meist durch Schmierinfektion übertragen: Die Erreger gelangen aus Stuhl und Erbrochenem des Erkrankten auf Gegenstände und Oberflächen. Bei mangelnder Hygiene können die Erreger von dort über die Hände in den Mund und so auch in Magen und Darm einer anderen Person gelangen, die sich auf diesem Weg ansteckt. Dies nennen Mediziner fäkal-orale Übertragung. Vor allem bei schlechten hygienischen Bedingungen, etwa in Entwicklungsländern, verbreiten sich die Erreger häufig auch über Trinkwasser oder mit Keimen verunreinigte Lebensmittel.

Sehr häufig sind bei Erwachsenen Noroviren und bei Kindern Rotaviren die Ursache einer Magen-Darm-Grippe. Die Symptome beginnen meist recht plötzlich, typischerweise treten

  • Durchfall (Diarrhö),
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Bauchschmerzen,
  • Bauchkrämpfe und manchmal Fieber auf.
Frau hält sich den schmerzenden Bauch
Eine Magen-Darm-Grippe geht mit Durchfall und Erbrechen einher.

Die Beschwerden unterscheiden sich von Erreger zu Erreger und können recht milde oder sehr heftig sein. Der Durchfall kann Blut und Schleim enthalten.

Die Therapie einer Gastroenteritis beschränkt sich bei ansonsten gesunden Erwachsenen in aller Regel darauf, die durch den Brechdurchfall verlorene Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe zu ersetzen. Ausreichendes Trinken steht im Vordergrund. Bei einer bakteriell bedingten Magen-Darm-Grippe müssen mitunter gezielt Medikamente gegen die Erreger, also Antibiotika, eingenommen werden.

In den meisten Fällen überwindet man einen Magen-Darm-Infekt recht schnell und ohne Komplikationen: Das Erbrechen lässt häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen nach, der Durchfall klingt nach etwa zwei bis sieben Tagen ab. Eine durch Viren bedingte Gastroenteritis verläuft in der Regel leichter, als eine durch Bakterien ausgelöste.

Um zu verhindern, dass sich die Viren oder Bakterien weiter ausbreiten, sollten Betroffene und ihre Kontaktpersonen bestimmte Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen einhalten.

Auch wenn der Name es vielleicht vermuten lässt: Mit der klassischen Grippe (Influenza) hat die Magen-Darm-Grippe nichts zu tun.

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