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Autor: Onmeda-Redaktion
In den meisten Fällen reicht bei einer Magen-Darm-Grippe eine Therapie aus, die den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust sowie die verlorengegangene Energie ausgleicht. Ein Magen-Darm-Infekt verläuft bei ansonsten gesunden Erwachsenen häufig so, dass sich die Symptome von selbst bessern und der Körper den Brechdurchfall ohne spezielle Medikamente überwindet.
Zur Behandlung leichter Fälle einer Gastroenteritis gehören
Da eine solche Therapie nicht gezielt die Ursache der Krankheit ausschaltet, also den Erreger, sprechen Mediziner von einer symptomatischen Therapie. Sie bessert die Beschwerden und überbrückt die Zeit bis zur Genesung. Bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen – vor allem wenn Vorerkrankungen bestehen – bringt eine Gastroenteritis gewisse Risiken mit sich. Eine angemessene Therapie durch einen Arzt ist bei diesen Personengruppen daher wichtig. Nicht geeignet für Säuglinge und Kleinkinder sind Cola-Getränke und auch selbst hergestellte Mischungen aus Saft, Salz, Zucker und Wasser eignen sich nicht, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen (sog. Rehydrierung).
Je nachdem, wie stark die Symptome ausgeprägt sind, kann eine Therapie im Krankenhaus erforderlich sein.
Als sogenannte WHO-Lösung (benannt nach der Weltgesundheitsorganisation WHO) bezeichnet man eine Elektrolyt-Zucker-Lösung, die in Wasser gelöste Elektrolyte wie Kochsalz (NaCl), Kaliumchlorid (KCl) und Natriumcitrat sowie Traubenzucker (Glukose) als Nährstoffe enthält. Apotheken verkaufen Fertigpräparate (Elektrolyt-Pulver, Granulat, Elektrolyt-Lösungen) mit dieser Zusammensetzung. Die WHO-Lösung eignet sich, den Flüssigkeitsverlust von Säuglingen, Kleinkindern und alten, kranken Menschen auszugleichen. Die Lösung spielt vor allem in Entwicklungsländern eine wichtige Rolle und stellt dort eine kostengünstige Therapiemaßnahme bei Durchfallerkrankungen wie Cholera oder Ruhr dar. Die WHO-Lösung heißt fachsprachlich auch orale Rehydratationslösung, abgekürzt ORS ("S" für engl. solution, Lösung).
Bei großem Flüssigkeitsverlust oder in Fällen, in denen der Erkrankte nicht ausreichend trinkt, ist es mitunter nötig, die genannten Stoffe über eine Nasensonde oder eine Vene als Infusion zu verabreichen.
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