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Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Bei Heuschnupfen (Pollenallergie) ist es zur Therapie wichtig, den Kontakt zum auslösenden Allergen möglichst zu vermeiden (Allergenkarenz, Expositionsprophylaxe). Da Pollen teilweise kilometerweit durch die Luft fliegen, ist dies jedoch mitunter sehr schwierig. Geht eine Pollenallergie beziehungsweise Heuschnupfen mit starken Beschwerden einher, rät der Arzt zur Allergie-Therapie mit speziellen Medikamenten oder einer Hyposensibilisierung.
Wenn bekannt ist, welche Pollen den Heuschnupfen auslösen, lässt sich zur Therapie eine Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, Abk. SIT) durchführen.
Dabei spritzt der Arzt dem Betroffenen das Allergen regelmäßig und in steigender Dosis unter die Haut (sog. subkutane SIT oder SCIT). An der Einstichstelle kann es zu Juckreiz oder kleineren Schwellungen kommen. Um sicherzustellen, dass beim Betroffenen nicht doch eine stärkere allergische Reaktion als Folge dieser speziellen Form der Heuschnupfen-Therapie auftritt, sollte dieser nach der Injektion noch etwa eine halbe Stunde in der Arztpraxis bleiben. Die Hyposensibilisierung dauert in der Regel drei Jahre.
Alternativ lässt sich die Hyposensibilisierung zur Heuschnupfen-Therapie auch als Sublinguale Immuntherapie (SLIT) durchführen. Dabei werden Tropfen einer Pollenlösung, ebenfalls in langsam steigender Dosierung, direkt unter die Zunge gegeben. Bei dieser Form der Hyposensibilisierung kann die Dosierung jedes Mal leicht variieren, da die Tropfengröße nicht immer genau gleich ist und auch die Aufnahme der Pollenlösung über die Mundschleimhaut abhängig von Speichelfluss und unwillkürlichem Schlucken unterschiedlich sein kann.
Eine andere Form der SLIT zur Pollenallergie-Therapie stellt die sogenannte Gräsertablette dar. Dabei lässt der Allergiker Tabletten mit Pollen des Wiesenlieschgrases (Phleumpratense) langsam unter der Zunge auflösen. Allerdings liegen bisher kaum aussagekräftige Studien zum Endergebnis der Gräsertabletten-Hyposensibiliserung im Vergleich zur normalen SIT vor. Die Gräsertablette kommt nach bisherigem Kenntnisstand vor allem für erwachsene Heuschnupfen-Betroffene mit starken Beschwerden infrage, die auf Spritzen verzichten möchten und bei denen eindeutig eine Allergie gegen das Wiesenlieschgras vorliegt. Über die Wirkung der Gräsertablette bei Kindern in der Heuschnupfen-Therapie liegen bisher keine Informationen vor.
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