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Wie gesund leben deutsche Männer?

08.11.2012

Das Bild zeigt einen Mann, der in einem Fitnessstudio Kraft trainiert.

Männer leben weniger gesund als Frauen. Sitzen mehr und achten weniger auf ihre Fitness. Das sollte sich endlich mal ändern. Männern wird geraten, mit fünf Sporteinheiten in der Woche ihren Bewegungsmangel auszugleichen.

Männer sitzen durchschnittlich 300 Minuten am Tag und damit 60 Minuten mehr als Frauen. Das hat Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln jüngst in dem Report "Wie gesund lebt Deutschland?" ermittelt. Bewegungsmangel und lange Sitzzeiten gelten als eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit. Zeit also, das männliche Bewegungsverhalten zu verändern, findet der Wissenschaftler. "Wer einen aktiven Lebensstil pflegt, der macht Sport, der ihm Spaß macht, der ihn glücklich macht und wo er gern hingeht", sagt er. Dass Männer dabei andere Interessen haben als Frauen, sei ganz normal.

"Die Männer müssen ausprobieren, was zu ihnen passt, was sie gerne machen und wie sie es in ihren Alltag integrieren können", erläutert Froböse. Denn am Ende der Woche sollte auch der Mann mindestens fünfmal für 30 Minuten aktiv gewesen sein. "Wen der Ehrgeiz gepackt hat, der kann natürlich nach und nach die Dauer der Einheiten erhöhen." Mehr als fünf Trainingseinheiten die Woche sollten es aber nicht sein, denn auch Muskeln brauchen Erholung. "Wer also zum Beispiel ein intensives Krafttraining hinter sich hat, der sollte circa 48 Stunden diese Muskeln nicht auf die gleiche Weise strapazieren", rät der Gesundheitsexperte.

Krafttraining steht bei Männern nach wie vor hoch im Kurs. Es gibt aber auch passende Ausdauersportarten, etwa Mountainbiken, Rennradfahren, Schwimmen oder Laufen. "Zwischen zwei Ausdauereinheiten sollten etwa 12 bis 24 Stunden liegen", empfiehlt Froböse. "Auch die typischen Mannschaftssportarten bieten einen Anreiz und verbinden dies mit Geselligkeit."

Männer haben Froböses Einschätzung nach den gesunden Lebensstil nicht gänzlich verlernt. Sie müssten nur auf die richtige Fährte gebracht werden. Dass Männer mehr sitzen als Frauen, liege nach wie vor daran, dass Männer berufsbedingt mehr Zeit im Auto verbringen, häufiger Führungspositionen ausüben und nach der Arbeit gerne die Zeit im Sessel vor der Sportschau verbringen.

Quellen:

Köln (dpa/tmn)

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