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Weniger FSME-Erkrankte durch Zecken

30.01.2013

Eine Zecke auf einem grünen Blatt.

Die Zahl der FSME-Erkrankungen durch Zeckenstiche ist auf einem Tiefstand. Kein Grund aber zur Entwarnung. Experten raten weiterhin zur Impfung in den Risikogebieten.

Die Zahl der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündungen in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. 2012 wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 195 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) bundesweit gemeldet. Das ist so wenig wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht 2001 und eine deutlich geringere Zahl als im Jahr 2011: Damals erkrankten 423 Menschen an FSME.

"Diese Schwankungen sind nicht ungewöhnlich", sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher in Berlin. In den vergangenen zehn Jahren bewegten sich die FSME-Erkrankungen durch Zeckenstiche zwischen 260 und 546 Fällen. Die RKI-Experten sprechen von einem Zeckenstich statt von dem umgangssprachlichen Zeckenbiss, da Zecken eine Art Stechrüssel als Mundwerkzeug haben. Die Zahl der FSME-Fälle ist unter anderem abhängig von der Impfrate, von der Verbreitung der Zecken im jeweiligen Jahr und davon, wie oft sich Menschen wetterbedingt draußen aufhalten.

Es gibt keine Medikamente zur Behandlung der FSME. Deshalb sollten vor allem Menschen in den Risikogebieten wie Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und Thüringen über die Impfung nachdenken, empfiehlt die Ständige Impfkommission. Vor dem Frühsommer sei der richtige Zeitpunkt dafür, rät die Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg in Freiburg. Der Grund: Zwischen den drei Impfterminen muss einige Zeit vergehen.

Das Risiko einer Infektion lässt sich nach RKI-Angaben mindern, indem hohes Gras gemieden und die Haut oft nach Zecken abgesucht wird. Zecken sind in der Zeit zwischen März und November aktiv. Schätzungsweise tragen je nach Region bis zu fünf Prozent von ihnen das FSME-Virus.

Quellen:

Berlin (dpa/tmn)

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