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22.07.2010: Wassernähe: Kinder immer beobachten![]() Eltern dürfen ihre kleinen Kinder in der Nähe von Wasser nie aus den Augen lassen. Die meisten Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern ereignen sich, während die Aufsichtspersonen mit anderen reden, lesen, essen oder telefonieren. "Für die Kleinen reichen schon wenige Zentimeter Wassertiefe, um zu ertrinken", warnt Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Aufgrund ihres überproportional großen Kopfes verlieren Kinder leicht den Halt. "Fallen sie mit dem Kopf ins Wasser, löst dies eine Art Schockreaktion aus, die Stimmritze im Rachenraum schließt sich und macht die Atmung unmöglich", erläutert der Kinder- und Jugendarzt. Das werde als trockenes Ertrinken bezeichnet. Gibt es im Umfeld des Kindes Wasserbehälter, müssen diese gesichert sein. Ein Swimmingpool im Garten sollte mit einem mindestens 1,30 Meter hohen Zaun umgeben sein, der Kindern keine Zwischenstangen oder Handhalterungen zum Hinaufklettern bietet. Der Zwischenraum zwischen den Brettern oder Stangen sollte weniger als elf Zentimeter betragen, damit sich kein Kleinkind durchzwängen kann. Die Türen zum Pool sollten von alleine zufallen, einrasten und nicht erreichbar für Kinderhände sein. Aber auch Schulkinder sollten nie alleine schwimmen dürfen. "Ältere Kinder können aufgrund einer plötzlichen Kreislaufschwäche ohne jeden Laut plötzlich untergehen. Experten sprechen vom 'stillen Ertrinken'", sagt Fegeler. Besonders häufig seien pubertierende Jugendliche betroffen. Deshalb sollte niemand erhitzt, ohne sich vorher abzukühlen, oder mit vollem Magen ins Wasser gehen. Quellen:Köln (dpa/tmn) Onmeda-Lesetipps:Link-Tipps:Newsmanagement und Kontaktmöglichkeiten:© goFeminin.de GmbH Am häufigsten gelesen
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