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Was vor Burn-out schützt

22.01.2013

Ein Mann läuft durch eine Straße.

Ein Burn-out kann das Leben zur Hölle machen. Betroffene sollten sich daher frühzeitig Hilfe holen. Ein persönlicher Freizeitplan ist ein erster Schritt raus aus der Krise.

Man fühlt sich überfordert, ist müde und niedergeschlagen – und das über mehrere Wochen. Ein Burn-out-Syndrom schleicht sich oft langsam an und wird dann immer schlimmer. Johannes Michalak, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Hildesheim, rät deshalb dazu, sich frühzeitig professionelle Hilfe bei einem Therapeuten zu holen. "Für viele würde es reichen, zeitnah ein paar Sitzungen zu bekommen", sagte Michalak im Vorfeld einer Tagung zur Behandlung von Burn-out und Depression. Schwierig sei es jedoch, sich bei längeren Wartezeiten für Therapieplätze nicht entmutigen zu lassen.

Das Burn-out-Syndrom stehe meistens in enger Verbindung zur Arbeit, erläutert Michalak. Die Betroffenen könnten häufig nicht mehr entspannen, seien verbittert oder zynisch. Gesundheitliche Probleme wie Magenschmerzen seien eine mögliche Folge. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollten Berufstätige darauf achten, "eine gute Balance zwischen Entspannung und Arbeit zu halten". Persönliche Wochenpläne könnten dabei helfen, den Überblick zu wahren und drohende Überbelastung frühzeitig zu erkennen.

Probleme können auch die eigenen Ansprüche machen. Die sollte man deshalb regelmäßig überprüfen und relativieren. "Was würde ich einem guten Freund raten, der in derselben Situation ist?", schlägt Michalak als Frage vor, die sich Betroffene selbst stellen sollten. Viele Menschen neigten außerdem dazu, zu sehr über Vergangenes oder über Dinge in der Zukunft zu grübeln, anstatt sich mit der Gegenwart zu beschäftigen.

Die Symptome einer Depression seien teilweise ähnlich, beträfen aber meist mehrere Bereiche im Leben. "Das sind noch massiver ausgeprägte Symptome", erklärt Michalak. Die Folgen könnten Gewichtsveränderungen oder manchmal sogar Suizidgedanken sein. Ob man sich besser Hilfe holen sollte, lässt sich zum Beispiel durch eine Online-Checkliste der Stiftung Deutsche Depressionshilfe herausfinden. Auch ein Hausarzt sei ein geeigneter Ansprechpartner. Alternativ könne man sich direkt an einen Psychotherapeuten wenden.

Quellen:

Hildesheim (dpa/tmn)

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