Startseite > Aktuelles > News > News: Vorweihnachtsstress mit Sport reduzieren
06.12.2012

Projekte, die zum Jahresende unbedingt fertig werden müssen, Geschenkeshopping, Weihnachtsfeiern: Die Adventszeit ist für viele Menschen besonders turbulent. Gerade jetzt hilft Sport, kräftig Dampf abzulassen – und so den Stress abzubauen.
Gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zum Stressabbau und zur Regeneration zu nehmen, betont Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. "Dauerstress kann viele negative Folgen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Muskelverspannungen und Nervosität haben."
Auch wenn die Couch nach einem stressigen Tag zum Erholen einlädt – Sport ist die bessere Wahl: Denn sonst blieben die Stresshormone, die sich über den Tag angestaut haben, im Körper, erläutert Froböse. "Ausdauersportarten über etwa 40 Minuten, zum Beispiel Walken, Joggen, Schwimmen, aber auch eine Runde durch das Fitnessstudio oder Entspannungstraining bringen die gewünschte Reduktion der Stresshormone."
Die angestaute Spannung in den Muskeln könne endlich genutzt werden, und der Kortisolspiegel normalisiere sich. "Ihre Schlafqualität und folglich auch Ihre Konzentration können Sie somit ebenfalls verbessern", sagt der Forscher. "Probieren Sie zum Beispiel mal Yoga: Yoga ist mehr als bloßes Körpertraining, sondern eine harmonische Verbindung von Atmung, Konzentration und Bewegungen." Durch die gezielte Beanspruchung werde die Entspannung der Muskulatur vorangetrieben, und durch die gleichzeitige mentale Fokussierung breite sich innerlich eine Entspannung aus.
Reguliert wird der Stress über einen Teil des autonomen (unabhängigen) Nervensystems im Körper. Das Hormon Kortisol ist eines der entscheidenden Hormone im Stressprozess. Häufig ist es zum Beispiel bei Schlafproblemen verantwortlich, wenn der Kortisolspiegel nicht wie sonst üblich in der Nacht herunter reguliert wird. Darüber hinaus kann es Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.
Für unangenehme Muskelverspannungen ist eher das Hormon Adrenalin verantwortlich. Der Körper und die Muskeln werden unter Stress in Dauerbereitschaft gehalten und sind angespannt, um – wie es früher nötig war – zu fliehen. Wird die Anspannung nicht genutzt, verspannen sich die Muskeln. Dann können sogar Spannungskopfschmerzen auftreten.
Köln (dpa/tmn)
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