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13.02.2013

Menschen, die sich ein Tattoo stechen lassen, gehen damit ein unkalkulierbares Risiko für ihre Gesundheit ein. Die vom Tätowierer verwendeten Farben können giftige Stoffe enthalten.
Immer wieder stoßen die Überwachungsbehörden auf gesundheitlich bedenkliche Tätowierfarben. Darauf weist der Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst hin. Zwar dürften laut Tätowiermittel-Verordnung Farbstoffe nicht verwendet werden, bei denen bezweifelt wird, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Allerdings seien die Farben nicht zulassungspflichtig, bevor sie verwendet werden.
Das heißt dem Verband zufolge, dass allein der Hersteller oder Importeur bis zum Öffnen des Behälters die Verantwortung dafür trägt, dass das Produkt die Gesundheit nicht gefährdet. Alle Bestandteile der Farbe müssen auf der Verpackung genannt werden. Sobald die Flasche offen ist, müsse der Tätowierer darauf achten, dass er die Mindesthaltbarkeit oder vorgegebene Verwendungsdauer nicht überschreitet und die Farbe hygienisch korrekt verwendet.
Trotzdem fanden Prüfer der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen 2011 bei 22 von 26 Proben Hinweise auf eine bedenkliche Zusammensetzung beziehungsweise eine mangelhafte Kennzeichnung. Bei 8 von 13 untersuchten schwarzen Tattoofarben entdeckten sie bedenkliche Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und stuften sie daher als "geeignet, die Gesundheit zu schädigen" ein. Viele bunte Tattoofarben enthalten dem Verband zufolge zudem Farbpigmente, die eigentlich für die Industrie gedacht sind, etwa für Autolacke, Schreibtinten oder Druckerfarben.
Ratingen (dpa/tmn)
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