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07.12.2012

Gute Kombination: Experten zufolge verstärken Strahlen- und Chemotherapie sich gegenseitig. Krebspatienten profitieren zudem von einer kürzeren Behandlung.
Krebspatienten bekommen immer öfter zeitgleich oder sofort hintereinander eine Strahlen- und eine Chemotherapie. Diese sogenannte simultane Radiochemotherapie verbessere nicht nur die Behandlungsergebnisse, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in Berlin. Patienten profitierten auch von einer kürzeren Behandlungsdauer. Denn die simultane Therapie sei häufig schon nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen, während sich eine herkömmliche Krebsbehandlung mit Chemotherapie im Anschluss an die Bestrahlung über sechs Monate oder mehr hinziehen könne.
Aus medizinischer Sicht ist die Kombination beider Methoden der DEGRO zufolge sinnvoll, weil die Strahlentherapie den Tumor direkt und zugleich die Chemotherapie Metastasen in entfernten Körperregionen bekämpft. Die Chemo verhindere auch, dass die Krebszellen die durch die Bestrahlung ausgelösten "Schäden" am Tumor reparieren. Außerdem verstärkten sich beide Therapien gegenseitig. Die Substanzen der Chemotherapie, die die Teilung der Krebszellen stoppen, Zytostatika genannt, unterstützen die Bestrahlung, die ihrerseits die Wirkung der Zytostatika fördert.
Nach Angaben der DEGRO haben Studien in den vergangenen Jahren die positiven Effekte bei mehreren Krebsarten belegt. Dazu zählen unter anderem bösartige Hirntumore, Speiseröhren-, Dickdarm- und Lungenkrebs.
Berlin (dpa/tmn)
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