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Sonnenbrand durch Medikamente

30.05.2012

Das Bild zeigt bunte Pillen.

Manche Medikamente können die Sonnenbrandgefahr erhöhen. Dazu gehören einige Mittel gegen Herzschwäche oder Herz-Rhythmus-Störungen. Und das können Betroffene tun:

Medikamente können die Sonnenbrandgefahr steigern. "Dabei kommt es aber auch darauf an: Ist man eher der mediterrane Typ oder der keltische mit roten Haaren?", erklärt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Ebenfalls wichtig sei, wie lange jemand in der Sonne badet. Die gesteigerte Lichtempfindlichkeit "muss man ernst nehmen, aber man sollte nicht in Panik verfallen".

Zu den häufigen Beispielen gehörten wasserausschwemmende Medikamente mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid, das gegen Herzschwäche eingesetzt wird, sowie Medikamente mit dem Wirkstoff Amiodaron gegen Herz-Rhythmus-Störungen. Auch über das stimmungsaufhellende Johanniskraut werde häufig berichtet, es erhöhe die Lichtempfindlichkeit. Das gelte aber nur, wenn Johanniskraut in wesentlich höheren Dosen genommen werde als empfohlen, sagt Sellerberg.

"Wenn Patienten merken, dass ihre Haut lichtempfindlicher wird, sollten sie das Medikament nicht absetzen, sondern ihren Arzt oder Apotheker fragen", empfiehlt Sellerberg. Der Arzt könne mit einer sogenannten Lichttreppe feststellen, wann die Nebenwirkung auftritt. Auch Pflanzen steigerten die Lichtempfindlichkeit, etwa Pastinaken. Bergamottöl, das häufig in Parfüm verwendet wird, habe die gleiche Wirkung.

Quellen:

Berlin (dpa/tmn)

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