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13.11.2012

Zahnärzte raten, regelmäßiges Zähneputzen mit der Anwendung von Zahnseide zu ergänzen. Wie man das richtig macht, erklärt hier Sebastian Ziller von der Bundeszahnärztekammer in Berlin.
Mit Zahnseide lassen sich die letzten Essensreste aus dem Gebiss entfernen, die die Zahnbürste nicht erwischt hat – wenn die Zahnseide richtig benutzt wird. "Am besten beginnt man beim Reinigen mit den vorderen Zähnen. Dort ist es am einfachsten", erklärt Sebastian Ziller, Leiter der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Die Zahnseide sollte an beiden Enden festgehalten und in den Zahnzwischenräumen mehrmals nach oben und unten bewegt werden. Dasselbe beim nächsten Zahn, bis das komplette Gebiss gereinigt ist.
Der Griff zur Seide lohnt sich vor allem abends: Über den Tag hinweg haben sich Speisereste in den Zwischenräumen angesammelt, die nun nach dem Zähneputzen entfernt werden können. "Ich kann nur empfehlen, die Zahnzwischenräume mindestens alle zwei Tage mit Zahnseide zu reinigen", rät der Zahnarzt.
Wer seine Zähne optimal reinigen möchte, hat die Wahl zwischen gewachsten und ungewachsten Fäden. Die richtige Zahnseide findet der Verbraucher, indem er sich nach der Größe seiner Zahnzwischenräume richtet: Bei eng stehenden Zähnen empfiehlt Ziller eine gewachste Zahnseide. Diese gleite leichter durch die engen Stellen.
Für große Zahnzwischenräume ist ungewachste Zahnseide besser geeignet. "Sie raut sich beim Benutzen etwas auf, wie ein Zwirn, der zwischen den Fingernägeln zerrieben wird", erklärt Ziller. Es gebe auch bereits aufgebauschtes Material zu kaufen, das für große Zwischenräume oder bei Zahnspangen geeignet ist.
Grundsätzlich sollten Verbraucher sich die richtige Anwendung von einem Zahnarzt oder einer Prophylaxehelferin in der Arztpraxis zeigen lassen. Ansonsten könne die Papille, das dreieckige Zahnfleischstück zwischen den Zähnen, leicht verletzt werden.
Eine Alternative zur Zahnseide biete nur die Interdentalbürste, sagt Ziller. "Mit ihr gelangt man gut unter festsitzende Brücken, Zahnspangen und in erweiterte Zwischenräume." Die Bürste, die aussieht wie ein kleiner Flaschenreiniger, füllt mit ihrem großen Kopf die behandelten Stellen im Gebiss komplett aus.
Berlin (dpa/tmn)
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