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Schwerhörigkeit macht einsam

05.02.2013

Die Rückansicht eines älteren Mannes, der sich eine Hand an das Ohr hält, weil er offenbar nichts verstehen kann.

Schwerhörigkeit kann einsam machen. Und sie geht manchmal sogar mit Beeinträchtigungen des Denkvermögens einher, wie eine aktuelle Studie offenlegt.

Menschen, die einem Gespräch mit mehreren Teilnehmern oder bei Hintergrundgeräuschen akustisch schlecht folgen können, sollten ihr Gehör testen lassen. Darauf weist der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster unter Berufung auf eine aktuelle US-amerikanische Studie hin. Bei Bedarf könne ein Hörgerät helfen, den Folgeschäden einer Hörstörung vorzubeugen.

Werde die Kommunikationsstörung nicht behandelt, litten Hörgeschädigte meist unter sozialer Isolation und erhielten so immer weniger geistige Anreize von außen. Angehörige sollten deshalb den Betroffenen bestärken, seine Hörprobleme vom Arzt abklären zu lassen und versuchen, ihm die Scheu vor einem Hörgerät zu nehmen.

Von den knapp 2.000 Teilnehmern der Studie waren rund 1.160 Teilnehmer schwerhörig, aber keiner zeigte anfangs Beeinträchtigungen in seinen Gedächtnisleistungen oder in anderen kognitiven Bereichen. Sechs Jahre später schnitten die Probanden mit den Hörschwierigkeiten bei verschiedenen Testverfahren zur kognitiven Leistung um 41 Prozent schlechter ab als die normal hörenden Teilnehmer.

Quellen:

Neumünster (dpa/tmn)

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